Afterzehe (Wolfskralle)

Normalerweise hat ein Hund fünf Zehen an den Vorderläufen und vier an den Hinterläufen. Ein nicht selten auftretendes Phänomen ist die sogenannte Wolfskralle, die auch als Afterkralle oder Afterzehe bekannt ist. Die Wolfskralle ist eine fünfte Zehe, die sich an der Innenseite der Hinterläufe befindet. Durch ihre Höhe hat sie beim Laufen keinen Bodenkontakt und stört somit den Bewegungsablauf nicht. Problematisch kann es allerdings bei Tieren werden, die für die Jagd eingesetzt werden sollen. Die Ausbildung dieser Afterzehe ist häufig verkümmert und kleiner als die restlichen Krallen. Es kann außerdem zum Auftreten von sechs Zehen am Hinterlauf kommen, was als doppelte Wolfskralle bekannt ist. Auch wenn es der Name vermuten lässt, steht diese fünfte Zehe in keiner Verbindung mit dem Wolf.

Afterzehe – betroffene Rassen und der Tierschutz

Zwar können die zusätzlichen Krallen bei fast allen Hunderassen wachsen, sie treten jedoch nur selten bei kleinen Rassen auf. Sie sind häufiger bei verschiedenen Hütehunderassen, Leonberger oder Bernhardiner zu finden. Wolfskrallen gehören bei manchen Rassen sogar zum Standard. Berger de Brie oder Beauceron besitzen doppelte Afterkrallen, wobei diese zu dem jeweiligen FCI-Standard gehören. Eine Entfernung der Afterzehe ist nach dem deutschen Tierschutzgesetz verboten, außer wenn durch das Entfernen Verletzungen verhindert werden könnten. Eine Voraussetzung wäre, wenn die Kralle ohne eine feste Verbindung über einen Knochen nur lose in der Haut gewachsen ist. Die Operation darf natürlich nur von einem Tierarzt und unter Betäubung durchgeführt werden. Um die Gesundheit Ihres Vierbeiners sicherzustellen, sollten Sie die Wolfskralle regelmäßig kontrollieren lassen und ihrem Hund die Zehen schneiden.

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