Das sogenannte „Werwolf-Syndrom“ ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine noch nicht vollständig geklärte neurologische Erkrankung bei Hunden. Seit dem Jahr 2024 treten in Deutschland und anderen europäischen Ländern vermehrt Fälle dieser mysteriösen Krankheit auf, die sich durch plötzlich auftretende, schwere neurologische Symptome äußert.
Werwolf-Syndrom Symptome
- Verhaltensänderungen: Betroffene Hunde zeigen Panikattacken mit Heulen, Schreien und unkoordinierten Bewegungen. Manche Tiere erkennen ihre Besitzer nicht mehr, werden aggressiv oder starten kopflose Fluchtversuche.
- Neurologische Ausfälle: In einigen Fällen treten epileptische Anfälle auf.
Werwolf-Syndrom – mögliche Ursachen:
Die Ursachen für das „Werwolf-Syndrom“ sind noch nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass giftiges Futter, insbesondere Kauknochen, eine Rolle spielen könnte. Einige Hersteller von Kauknochen haben in ihren Produkten einen erhöhten Gehalt an Nervengiften festgestellt, die bei Hunden neurologische Probleme auslösen können. Auch andere Umweltgifte oder genetische Faktoren werden als mögliche Auslöser diskutiert.
Werwolf-Syndrom Diagnose und Behandlung:
Die Diagnose des „Werwolf-Syndroms“ ist schwierig, da es keine spezifischen Tests gibt. Die Tierärzte sind auf die Informationen der Besitzer und die Beobachtung der Symptome angewiesen. Eine neurologische Untersuchung kann helfen, andere Erkrankungen auszuschließen.
Die Behandlung des „Werwolf-Syndroms“ zielt darauf ab, die Symptome zu lindern. In einigen Fällen können Sedativa eingesetzt werden, um die Hunde zu beruhigen und ihnen bei der Bewältigung von Angstzuständen zu helfen. Bei epileptischen Anfällen können antiepileptische Medikamente erforderlich sein.
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule in Hannover hat hierzu eine Umfrage gestartet, bei der betroffene Hundebesitzer teilnehmen und so bei der Erarbeitung von Therapien helfen können
Umfrage zu akut episodischen Verhaltensauffälligkeiten und Anfällen bei Hunden (klicken)
Werwolf-Syndrom Vorbeugung:
Um das Risiko zu minimieren, dass Ihr Hund am „Werwolf-Syndrom“ erkrankt, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und hochwertige Kauknochen verwenden. Vermeiden Sie Kauknochen, die aus minderwertigen Materialien hergestellt sind oder einen hohen Gehalt an Zusatzstoffen enthalten. Wenn Sie Veränderungen im Verhalten Ihres Hundes feststellen, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.
Zusätzliche Informationen:
Es ist wichtig zu betonen, dass das „Werwolf-Syndrom“ eine seltene Erkrankung ist und nur sehr wenige Hunde, die einen Kauknochen bekommen, daran erkrankt. Dennoch ist es ratsam, vorsichtig zu sein und die Gesundheit Ihres Hundes im Auge zu behalten.