Hunde, Katzen, Menschen – prinzipiell können alle Säugetiere Allergien entwickeln, da das Immunsystem ähnlich funktioniert. Verantwortlich dafür ist ein Immunglobulin E Antikörper, der die körpereigene Abwehr von Viren organisieren soll und bei Menschen als Begleiterscheinung Allergie-Symptome wie Heuschnupfen oder Asthma auslösen kann.
Hunde und Katzen leiden durch die Fehlfunktion der Antikörper eher selten an den menschlichen Symptomen – bei Tieren äußert sich die allergische Reaktion in Magen-Darmbeschwerden und Veränderungen der Haut, was zu Durchfall bzw. anhaltendem Juckreiz führt.
Was ist eine Futtermittelallergie?
Eine Futtermittelallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Bestandteile des Futters. Dabei erkennt der Körper eigentlich harmlose Proteine oder andere Inhaltsstoffe als schädlich und reagiert mit einer immunologischen Abwehrreaktion.
Diese allergische Reaktion kann sich unabhängig von der Futterart entwickeln und tritt oft erst nach wiederholtem Kontakt mit dem auslösenden Allergen auf.
Symptome einer Futtermittelallergie
Die Symptome einer Futtermittelallergie beim Hund können vielfältig sein. Häufig treten Hautprobleme wie Juckreiz, Rötungen, Ekzeme oder Haarausfall auf. Auch Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall oder Blähungen sind möglich. Einige Hunde zeigen zudem wiederkehrende Ohrenentzündungen oder vermehrtes Lecken an den Pfoten.
Futtermittelallergie Diagnose
Die Diagnose einer Futtermittelallergie erfolgt durch einen Tierarzt bzw. eine Tierklinik meist durch ein sogenanntes Eliminationsdiät-Verfahren. Dabei erhält der Hund über mehrere Wochen hinweg ausschließlich ein speziell ausgewähltes Futter, das keine bekannten Allergene enthält.
Wenn sich die Symptome während dieser Zeit verbessern und nach der erneuten Gabe des ursprünglichen Futters wieder auftreten, kann dies auf eine Futtermittelallergie hinweisen. Ein Allergietest durch Blutuntersuchungen kann ebenfalls ergänzend genutzt werden, jedoch sind diese Tests nicht immer zuverlässig.
Wie äußert sich eine Lebensmittelunverträglichkeit beim Hund?
Eine Lebensmittelunverträglichkeit beim Hund ist eine nicht-immunologische Reaktion auf bestimmte Futterbestandteile. Im Gegensatz zur Allergie ist das Immunsystem hier nicht beteiligt. Typische Beschwerden sind Verdauungsprobleme wie Durchfall, Blähungen oder Erbrechen, die nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftreten können. Diese Reaktionen sind oft dosisabhängig und können sich je nach Menge des aufgenommenen Futters unterscheiden.
Wie erkenne ich, dass mein Hund das Futter nicht verträgt?
Anzeichen dafür, dass ein Hund sein Futter nicht verträgt, können sich sowohl über die Haut als auch über den Magen-Darm-Trakt äußern. Wiederkehrender Durchfall, Blähungen, Erbrechen oder eine veränderte Kotkonsistenz können auf eine Unverträglichkeit hinweisen.
Zudem können Hautirritationen, Juckreiz oder häufige Ohrenentzündungen auf eine Futterproblematik hindeuten. Eine genaue Beobachtung des Hundes und seiner Reaktionen auf verschiedene Futtermittel kann erste Hinweise auf eine Unverträglichkeit liefern.
Was ist der Unterschied zwischen Futtermittelallergie und -intoleranz?
Der Hauptunterschied zwischen einer Futtermittelallergie und einer Futtermittelintoleranz liegt in der zugrunde liegenden Ursache. Eine Allergie ist eine Immunreaktion auf bestimmte Proteine oder andere Futterbestandteile, während eine Intoleranz eine nicht-immunologische Unverträglichkeit darstellt. Während eine Allergie bereits bei kleinsten Mengen eines Allergens auftreten kann, ist eine Intoleranz meist dosisabhängig. Die Symptome können ähnlich sein, weshalb eine genaue diagnostische Abklärung durch einen Tierarzt erforderlich ist.
Hunde Krankenversicherung
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.