
Lagotto Romagnolo Herkunft
Man glaubt, dass der Lagotto Romagnolo der älteste Wasserhund der Welt ist. Bereits im 17. Jahrhundert ist der Hund als Lagunenjäger im Sumpf und in den Morastgebieten bezeichnet worden. Seine Aufgabe ist es gewesen, erlegtes Wild aus den Feuchtgebieten zu apportieren. Mit seinem speziellen Fell konnte er auch im kalten Wasser arbeiten. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Feuchtgebiete der Romanga und Comacchio trocken gelegt worden sind, brauchte man den Hund nicht mehr. Mit seiner exzellenten Nase hat man ihn zum Trüffelsucher umgeschult und durch Einkreuzen anderer Rassen den heutigen Standard geschaffen. Er wird von der FCI unter der Nr. 298 als eigenständige Rasse anerkannt.
Für welche Krankheiten sind Hunde der Rasse Lagotto Romagnolo anfällig?
Der Lagotto Romagnolo ist eine robuste und gesunde Rasse, doch auch sie ist, wie viele andere Hunderassen, anfällig für bestimmte genetische Erkrankungen. Eine der häufigsten ist die Cystinurie, eine Stoffwechselstörung, die zu Nierensteinen führen kann. Zudem kann der Lagotto anfällig für Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie sein, zwei Erkrankungen, die die Gelenke betreffen und zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen können. Auch Epilepsie ist bei dieser Rasse vereinzelt zu beobachten. Regelmäßige Tierarztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um solche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Lagotto Romagnolo Größe
Der Hund erreicht eine Größe von 41 bis 48 cm und hat ein Gewicht von 11 bis 16 kg.
Lagotto Romagnolo Aussehen
Er hat ein dichtes, wolliges und gelocktes Haar. Das Fell kommt in den Farben vor wie einfarbig braun mit unterschiedlichen Tönungen, einfarbig orangefarben oder braun geschimmelt, schmutzig-weiß und schmutzig-weiß mit braunen oder orangefarbigen Flecken. Der Hund ist für Allergiker gut geeignet, weil er nicht haart.
Lagotto Romagnolo Wesen
Er ist freundlich, intelligent, gehorsam und man kann ihn gut ausbilden. Er ist sehr wachsam und ein guter Begleithund. Als Familienhund hat er keine Probleme mit Kindern.
Kann man einen Lagotto Romagnolo alleine lassen?
Der Lagotto Romagnolo ist eine freundliche und gesellige Hunderasse, die stark auf die Nähe zu ihren Besitzern angewiesen ist. Obwohl er als relativ selbstständiger Hund gilt, sollte er nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Lagotti sind sehr sozial und können unter Trennungsangst leiden, was zu destruktivem Verhalten führen kann. Es ist ratsam, den Hund nicht länger als vier bis fünf Stunden alleine zu lassen und sicherzustellen, dass er ausreichend mental und körperlich ausgelastet ist. Wenn man oft außer Haus ist, kann es sinnvoll sein, einen Hundesitter oder einen anderen Hund zur Gesellschaft zu haben.
Wie viel Bewegung braucht ein Lagotto Romagnolo?
Der Lagotto Romagnolo ist ein aktiver Hund, der regelmäßige Bewegung und geistige Beschäftigung benötigt. Als ursprünglicher Wasser- und Jagdhund hat er einen natürlichen Bewegungsdrang und Freude an Ausdaueraktivitäten. Ein täglicher Spaziergang von mindestens 60 bis 90 Minuten ist notwendig, um den Hund ausreichend auszulasten. Zusätzlich sollte er die Möglichkeit haben, in einem sicheren Bereich zu rennen und zu spielen. Auch geistige Herausforderungen wie Suchspiele oder das Erlernen neuer Tricks sind wichtig, um den Lagotto mental zu fordern.
Warum nennt man den Lagotto Romagnolo auch Trüffelhund?
Der Lagotto Romagnolo wird aufgrund seines ausgeprägten Spürsinns und seiner Fähigkeit, Trüffel zu finden, auch als Trüffelhund bezeichnet. Ursprünglich wurde die Rasse in Italien gezielt für die Suche nach Trüffeln gezüchtet. Mit seiner feinen Nase und seiner Hartnäckigkeit im Suchen ist der Lagotto ideal geeignet, um diese unterirdischen Pilze zu entdecken, die oft in tiefem, feuchten Boden verborgen sind. Heute wird er nicht nur in Italien, sondern auch in anderen Ländern erfolgreich für die Trüffelsuche eingesetzt, da seine Fähigkeiten in diesem Bereich sehr geschätzt werden.
Lagotto Romagnolo Krankenversicherung
Lagottos haben ein im Vergleich zu anderen Hunderassen größeres Risiko Stoffwechselstörung bzw. schmerzhaften Veränderungen an Hüfte und Ellenbogen, die durch einen Tierarzt behandelt werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.