Katzenpocken – Ursachen, Ansteckung, Symptome und Behandlung

Ursache Katzenpocken

Katzenpocken werden durch das Orthopockenvirus verursacht, das zur Familie der Pockenviren (Kuhpocken- / echte Pockenviren) gehört. Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine spezifische Katzenkrankheit, sondern um eine Infektion, die auch andere Säugetiere und den Menschen (Zoonose) betreffen kann.

Die Erkrankung ist relativ selten und tritt vor allem bei geschwächten oder immungeschwächten Katzen auf. Wildlebende Nagetiere wie Mäuse oder Ratten gelten als Hauptüberträger des Erregers, weshalb freilaufende Katzen, die mit diesen Tieren in Kontakt kommen, ein höheres Infektionsrisiko haben.

Ansteckung Katzenpocken

Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch den direkten Kontakt mit infizierten Nagetieren oder deren Ausscheidungen. Seltener kann das Virus auch über kontaminierte Gegenstände oder durch eine infizierte Umgebung übertragen werden. Eine Übertragung von Katze zu Katze ist möglich, kommt jedoch selten vor.

Menschen können sich ebenfalls mit dem Virus infizieren, wenn sie mit einer erkrankten Katze oder kontaminierten Materialien in Berührung kommen. Daher sollten Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, insbesondere wenn die Katze sichtbare Hautläsionen aufweist.

Symptome Katzenpocken

Nach der Infektion beträgt die Inkubationszeit meist zwischen 5 und 14 Tagen. Die ersten Symptome sind oft unspezifisch, darunter leichtes Fieber, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Typisch für Katzenpocken sind kleine, entzündete Hautstellen, die sich später zu eitrigen Pusteln oder Geschwüren entwickeln. Besonders betroffen sind Kopf, Maulbereich und Pfoten. In schweren Fällen kann das Virus die Atemwege oder die Augen angreifen, was zu Bindehautentzündungen oder Atemwegsproblemen führt.

Anzeichen Katzenpocken

Ein charakteristisches Anzeichen von Katzenpocken sind geschwürartige Hautveränderungen, die sich im Verlauf der Erkrankung verkrusten. Anfangs können sie wie kleine Insektenstiche wirken, breiten sich jedoch aus und können blutige oder eitrige Sekrete absondern. Begleitend dazu zeigen viele Katzen eine allgemeine Schwäche oder eine verminderte Aktivität. Gelegentlich kommt es zu einer sekundären Infektion durch Bakterien, was die Wundheilung verzögern kann. Katzen mit einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise durch Vorerkrankungen oder Stress, sind anfälliger für schwerere Krankheitsverläufe.

Behandlung Katzenpocken

Eine spezifische antivirale Therapie gegen das Orthopockenvirus existiert nicht. Die Behandlung konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und das Immunsystem der Katze zu stärken. Leichte Krankheitsverläufe heilen in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst aus. Unterstützend können entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente eingesetzt werden. Falls bakterielle Sekundärinfektionen auftreten, verschreibt der Tierarzt häufig Antibiotika. Eine gute Wundversorgung ist essenziell, um die Heilung der Hautläsionen zu unterstützen.

Therapie Katzenpocken

Die Therapie besteht hauptsächlich aus symptomatischer Behandlung und unterstützenden Maßnahmen. Betroffene Katzen sollten möglichst stressfrei gehalten werden, um ihr Immunsystem nicht weiter zu belasten. Eine ausgewogene Ernährung sowie eine hygienische Umgebung tragen ebenfalls zur Genesung bei. Da das Virus auch für Menschen ansteckend sein kann, sollten Katzenhalter beim Umgang mit einer infizierten Katze Handschuhe tragen und Hygienemaßnahmen beachten. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne langfristige Folgen aus, jedoch können immungeschwächte Tiere einen schwereren Krankheitsverlauf erleiden.

Obwohl Katzenpocken selten sind, sollten Halter bei unklaren Hautveränderungen und Krankheitssymptomen frühzeitig einen Tierarzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.

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