Chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Katzen
Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) ist eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Katzen. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Schädigung der Nieren, bei der das Organ zunehmend seine Funktion verliert. Da die Nieren für die Entgiftung des Körpers und die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts essenziell sind, kann ein Nierenversagen schwerwiegende Folgen haben.
Ursachen der chronischen Niereninsuffizienz
CNI entsteht oft schleichend und kann verschiedene Ursachen haben. Häufig spielen altersbedingte Abbauprozesse eine Rolle, weshalb vor allem ältere Katzen betroffen sind. Weitere mögliche Auslöser sind:
- Genetische Veranlagung (z. B. bei Perserkatzen oder Maine Coons)
- Chronische Entzündungen oder Infektionen der Nieren
- Vergiftungen (z. B. durch giftige Pflanzen oder Medikamente)
- Harnsteine oder andere Blockaden, die den Urinfluss behindern
- Langfristig unausgewogene Ernährung
Da sich die Krankheit oft über Monate oder Jahre entwickelt, bleibt sie anfangs häufig unbemerkt.
Ansteckung
CNI ist keine ansteckende Krankheit. Sie entwickelt sich durch individuelle Faktoren wie Alter, genetische Disposition oder Umwelteinflüsse. Ein direkter Kontakt mit erkrankten Tieren stellt also kein Risiko für eine Ansteckung dar.
Symptome und Anzeichen
Die Symptome einer chronischen Niereninsuffizienz sind zunächst unspezifisch, da die Nieren über eine hohe Kompensationsfähigkeit verfügen. Erst wenn mehr als 70 % des Nierengewebes geschädigt sind, treten deutliche Krankheitsanzeichen auf. Dazu gehören:
- Erhöhter Durst und vermehrtes Urinieren
- Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
- Erbrechen und Übelkeit
- Struppiges oder glanzloses Fell
- Müdigkeit und allgemeine Schwäche
- Mundgeruch (ammoniakartig) durch Ansammlung von Giftstoffen im Blut
Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Dehydrierung, Blutarmut und neurologischen Symptomen kommen.
Behandlung und Therapie
CNI bei Katzen ist nicht heilbar, aber eine frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie können das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität der Katze verbessern. Die Behandlung erfolgt meist durch eine Kombination aus:
- Spezieller Nierendiät mit reduziertem Proteingehalt
- Flüssigkeitstherapie zur Entgiftung und Unterstützung der Nierenfunktion
- Medikamentöser Behandlung von Begleitsymptomen wie Bluthochdruck oder Übelkeit
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind essenziell, um den Verlauf der Erkrankung zu überwachen und die Therapie individuell anzupassen.
Katzen-Krankenversicherung
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