Agility – Eine dynamische Hundesportart

Agility Hundesport

Agility ist eine beliebte Hundesportart, die Geschicklichkeit, Schnelligkeit und eine enge Zusammenarbeit zwischen Hund und Halter fordert. Der Hund durchläuft einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen, die in einer bestimmten Reihenfolge und möglichst fehlerfrei zu bewältigen sind. Die Sportart fördert nicht nur die körperliche Fitness des Hundes, sondern auch die Bindung zum Menschen und den Gehorsam.

Voraussetzungen für Agility

Nicht jeder Hund eignet sich gleichermaßen für den Hundesport Agility. Damit der Hund Freude am Sport hat und gesundheitlich nicht überfordert wird, sollte er einige Grundvoraussetzungen erfüllen:

  • Gesundheit: Der Hund sollte körperlich fit sein, keine Gelenkprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.
  • Alter: Junge Hunde sollten erst nach Abschluss des Knochenwachstums (je nach Rasse ca. 12-18 Monate) mit dem intensiven Agility-Training beginnen.
  • Temperament: Ein gewisser Spiel- und Bewegungsdrang ist vorteilhaft. Ängstliche oder sehr unsichere Hunde könnten Probleme mit manchen Hindernissen haben.
  • Grundgehorsam: Der Hund sollte Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Hier“ zuverlässig beherrschen, um sicher durch den Parcours geführt zu werden.

Wann sollte man mit Agility beginnen?

Das Training kann spielerisch bereits im Welpenalter beginnen, indem der Hund an niedrige Hindernisse und Tunnel gewöhnt wird.

Ernsthaftes Agility-Training sollte jedoch erst nach der Wachstumsphase erfolgen, um die Gelenke nicht zu überlasten. Idealerweise beginnt man mit etwa 12 bis 18 Monaten, je nach Rasse und individueller Entwicklung des Hundes.

Haben Hund und Halter Freude an dieser Hundesport und planen regelmäßige Trainings, kann es sinnvoll sein einmal einen Gelenke- und Gesundheits-Check bei einem Tierarzt durchzuführen. Bestehende Fehlstellungen, wie sie bei einigen Hunderassen häufiger vorkommen, können auf diesem Weg frühzeitig diagnostiziert (wie z. B. HD / ED Check) und Trainingsübungen angepasst (oder komplett weggelassen) werden.

Agility Hundesport zu Hause trainieren

Es ist durchaus möglich, Agility-Übungen zu Hause durchzuführen. Viele Hindernisse lassen sich mit einfachen Mitteln nachbauen oder im Garten aufstellen. Einfache Übungen wie Slalomlaufen zwischen Flaschen, das Springen über Besenstiele oder das Durchlaufen eines selbstgebauten Tunnels helfen dabei, erste Grundlagen zu schaffen. Wichtig ist, dass das Training stets positiv und spielerisch gestaltet wird, um den Hund zu motivieren.

Die Agility-Hindernisse im Überblick

  • Reifen: Der Hund springt durch einen erhöht aufgehängten Reifen hindurch. Dies erfordert Präzision und Sprungkraft.
  • Sacktunnel: Eine Röhre mit einer weichen, nachgebenden Ausgangsöffnung. Der Hund muss Vertrauen entwickeln, um diesen Tunnel selbstbewusst zu durchqueren.
  • Tunnel: Ein flexibles, oft gebogenes Rohr, durch das der Hund hindurchrennt. Er fördert Geschwindigkeit und Geschicklichkeit.
  • Laufsteg: Ein schmaler Steg in etwa einem Meter Höhe. Der Hund muss ihn sicher und konzentriert überqueren, ohne herunterzuspringen.
  • Hürde: Eine Stange oder ein Hindernis, das in unterschiedlicher Höhe übersprungen wird.
  • Slalom: Mehrere Stangen, die in Schlangenlinien umkurvt werden. Diese Übung fördert die Koordination und das Körpergefühl des Hundes.
  • Stufen: Der Hund überwindet kleine, in unterschiedlichen Höhen angeordnete Stufen – gut für Balance und Koordination.
  • Weitsprung: Mehrere hintereinander angeordnete Platten, über die der Hund in einem Sprung setzen muss.
  • Wippe: Eine Kippwippe, die der Hund überqueren muss. Dies schult das Gleichgewicht und das Vertrauen in bewegliche Untergründe.
  • A-Wand: Eine steile Rampe in A-Form, die der Hund erklimmen und auf der anderen Seite wieder hinabsteigen muss.
  • Tisch: Ein erhöhter Tisch, auf dem der Hund für einige Sekunden verweilen muss. Dies trainiert Impulskontrolle.
  • Mauer: Eine feststehende Barriere, die in verschiedenen Höhen übersprungen werden kann.

Agility vs. Hoopers

Der Aufbau der Sportarten ist ähnlich, das Tempo und die Art der Hundeführung seht unterschiedlich.

Agility und Hoopers sind beides Hundesportarten mit Parcours, unterscheiden sich jedoch deutlich. Während Agility Sprünge, enge Wendungen und hohe Geschwindigkeit erfordert, ist Hoopers gelenkschonend und setzt auf fließende Bewegungen durch Bögen, Tonnen und Tunnel – ganz ohne Sprünge.

Bei Agility läuft der Hundeführer mit, während er Hoopers den Hund auf Distanz mit Körpersprache und Kommandos lenkt. Dadurch eignet sich Hoopers besonders für ältere oder gehandicapte Hunde sowie für Halter, die weniger körperlich aktiv sein möchten. Beide Sportarten fördern die Kommunikation und das Vertrauen zwischen Mensch und Hund, unterscheiden sich aber in Intensität und Belastung.

Eine weitere Alternative für ältere oder körperlich eingeschränkte Hunde kann die Hundesportart Degility sein.