
Herkunft Alaskan Malamute
Der Alaskan Malamute gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt. Die Schlitten der Menschen werden seit mehr als 2.000 Jahren von den Hunden gezogen. Die Hunderasse ist nach dem Inuitstamm der Malamute benannt worden. Er wird von der FCI unter der Nr. 243 als eigenständige Rasse anerkannt.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Alaskan Malamute überdurchschnittlich häufig vor?
Der Alaskan Malamute ist eine robuste Rasse, kann aber zu bestimmten genetisch bedingten und altersbedingten Erkrankungen neigen. Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie sind häufige Probleme, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen können.
Erbliche Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakte kommen ebenfalls vor und können zu Sehverlust führen. Eine weitere rassetypische Erkrankung ist die Polyneuropathie, die zu Muskelschwäche und Koordinationsproblemen führt.
Zudem besteht eine Anfälligkeit für die sogenannte Zink-reaktive Dermatose, eine Hauterkrankung, die durch eine gestörte Zinkaufnahme verursacht wird.
Größe
Der Hund hat eine Größe von etwa 63 cm und kommt auf ein Durchschnittsgewicht von ca. 40 kg.
Aussehen
Der Alaskan Malamute besitzt ein doppeltes, wetterfestes Fell. Das dichte Deckhaar ist relativ kurz, aber das fettige Unterfell kann 3 bis 5 cm lang werden. Die Farbe des Fells kann schwarz, wolfsgrau oder braun sein mit Abzeichen an Brust, Maske und Pfoten. Es gibt auch rote Abarten. Er gehört nicht zu den Huskys.
Charakter & Wesen
Dieser Hund ist sehr gesellig und sollte deshalb nicht allein gehalten werden. Er braucht viel Platz und Auslauf und eine feste Hand bei der Erziehung. Er ist gutmütig und als Wachhund nicht geeignet.
Ist der Malamute ein Familienhund?
Der Alaskan Malamute kann ein guter Familienhund sein, wenn er ausreichend Bewegung, Beschäftigung und eine konsequente Erziehung erhält. Er ist freundlich, menschenbezogen und oft sehr geduldig, insbesondere mit Kindern. Allerdings kann sein ausgeprägter Jagdtrieb und seine Kraft im Umgang mit kleinen Kindern eine Herausforderung darstellen.
Aufgrund seines eigenständigen Wesens benötigt er eine klare Führung, um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Er ist kein typischer Wachhund, zeigt aber eine starke Bindung zu seiner Familie. Eine artgerechte Haltung erfordert viel Platz, Bewegung wie z.B. Hundesport (Zughundesport) und geistige Auslastung.
Ist ein Alaskan Malamute ein Anfängerhund?
Der Alaskan Malamute ist kein idealer Hund für Anfänger, da er eine erfahrene und konsequente Führung benötigt. Sein unabhängiges und eigenwilliges Wesen erfordert eine klare Erziehung und viel Geduld.
Zudem hat er einen starken Bewegungsdrang und benötigt täglich intensive körperliche und geistige Beschäftigung. Ohne ausreichende Auslastung kann er unerwünschtes Verhalten wie Zerstörungsdrang oder Sturheit zeigen.
Sein stark ausgeprägter Jagdtrieb und soziale Hierarchiebedürfnis machen ihn anspruchsvoll im Umgang mit anderen Tieren. Daher ist er besser für erfahrene Hundehalter geeignet, die seine Bedürfnisse verstehen und erfüllen können.
Kann ein Alaskan Malamute in der Wohnung gehalten werden?
Ein Alaskan Malamute ist für die Haltung in einer kleinen Wohnung nicht gut geeignet. Er braucht viel Platz, Bewegung und am besten einen großen, gesicherten Außenbereich, in dem er sich frei bewegen kann.
Sein dichtes Fell macht ihn hitzeempfindlich, sodass eine Wohnungshaltung ohne kühle Rückzugsmöglichkeiten problematisch sein kann. Zudem ist er sehr aktiv und kann ohne ausreichende Bewegung und Beschäftigung Verhaltensprobleme entwickeln.
In einer sehr großen Wohnung mit täglichem intensiven Auslauf und geistiger Förderung könnte eine Haltung möglich sein, bleibt aber nicht ideal. Ein Haus mit Garten in einer kühlen Umgebung ist für diese Rasse besser geeignet.