Alpenländische Dachsbracke

Herkunft

Im 19. Jahrhundert waren in den bayrischen und österreichischen Alpen sowie teilweise im schweizerischen Graubünden zahlreiche Hunde vom Typ der Alpenländischen Dachsbracken verbreitet. Ihr äußeres Erscheinungsbild wies jedoch große Unterschiede auf. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlagerte sich die Zucht zunehmend ins Erzgebirge, weshalb die Hunde bis 1975 als Alpenländische-Erzgebirgler Dachsbracke bekannt waren. Diese Rasse ist ein vielseitiger Gebrauchshund der Alpenregionen und wird von der FCI unter der Nummer 254 als eigenständige Hunderasse anerkannt.

Welche Krankheiten kommen bei dem Alpenländische Dachsbracke häufig vor?

Die Alpenländische Dachsbracke gilt als robuste und widerstandsfähige Hunderasse, die speziell für die Jagd in schwierigem Gelände gezüchtet wurde. Dennoch gibt es einige gesundheitliche Probleme, die bei dieser Rasse häufiger auftreten können:

1. Hüftgelenksdysplasie (HD):

  • Eine genetisch bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
  • Besonders bei älteren oder stark belasteten Hunden kann Arthrose entstehen.

2. Bandscheibenvorfälle (IVDD – Intervertebrale Diskopathie):

  • Aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine ist die Dachsbracke anfällig für Rückenprobleme.
  • Ein Bandscheibenvorfall kann Lähmungen oder Schmerzen verursachen und erfordert oft eine tierärztliche Behandlung.

3. Ohrenentzündungen (Otitis externa):

  • Die hängenden Ohren begünstigen die Bildung von Feuchtigkeit und Schmutz, was Infektionen fördern kann.
  • Regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Ohren helfen, Entzündungen zu vermeiden.

4. Augenkrankheiten:

  • Progressive Retinaatrophie (PRA): Eine degenerative Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann.
  • Katarakt (Grauer Star): Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen einschränkt.

5. Übergewicht:

  • Die Alpenländische Dachsbracke neigt zu Gewichtszunahme, wenn sie nicht ausreichend Bewegung bekommt.
  • Übergewicht kann die Gelenke belasten und das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Wie groß ist eine Dachsbracke?

Die Größe einer Alpenländischen Dachsbracke liegt im Bereich von 34 bis 42 cm Schulterhöhe, wobei Rüden tendenziell etwas größer als Hündinnen sind. Trotz ihrer kompakten Größe wirkt die Rasse durch ihren kräftigen Körperbau und ihre kurzen, starken Beine robust und muskulös.

Ihr Gewicht variiert je nach Geschlecht und Kondition zwischen 15 und 18 kg. Diese körperlichen Merkmale machen sie besonders für die Jagd in schwierigem Gelände geeignet.

Aussehen

Dieser robuste Hund mit einem starkknochigen Körperbau hat ein dichtes Haarkleid, sowohl mit dichtem Stockhaar als auch einem dichten Unterfell. Das Fell zeigt ein dunkles Hirschrot teilweise mit schwarzer Stichelung, oder in schwarz klar abgegrenzt rot-braun an Kopf, Brust, Läufen und Pfoten. Die Ohren sind hoch angesetzt, mittellang und glatt herabfallend.

Wesen

Die Alpenländische Bracke ist ein robuster Gebrauchshund. Er wird auch als Schweißhund eingesetzt, zur Suche nach angeschossenem oder verletztem Wild.

Woher kommt der Name Dachsbracke?

Der Name Dachsbracke setzt sich aus den Wörtern „Dachs“ und „Bracke“ zusammen. „Bracke“ bezeichnet eine bestimmte Gruppe von Jagdhunden mit ausgeprägtem Spurwillen, während „Dachs“ darauf hinweist, dass diese Hunde früher häufig für die Jagd auf Dachse und anderes Wild eingesetzt wurden. Die Alpenländische Dachsbracke wurde gezielt für die Nachsuche und das Aufspüren von Wild gezüchtet. Ihre Herkunft liegt in den Alpenregionen, insbesondere in Österreich.

Wie alt werden Alpenländische Dachsbracken?

Die Lebenserwartung einer Alpenländischen Dachsbracke liegt im Durchschnitt zwischen 12 und 14 Jahren. Mit guter Pflege, ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kann sie auch älter werden. Wie bei allen Hunden hängt die Lebensdauer von genetischen Faktoren, Gesundheitsvorsorge und Haltung ab.

Dachsbracken Krankenversicherung

Alpenländische Dachsbracken haben aufgrund ihres langen Rückens ein im Vergleich zu anderen Hunderassen deutlich erhöhtes Risiko einen Bandscheibenvorfall oder den Verschleiß von Gelenken zu erleiden (Dysplasie) und durch einen Tierarzt behandelt werden zu müssen.

Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.

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