Analdrüsenentzündung Hunde Krankheit

Ursache Analdrüsenentzündung bei Hunden

Die Ursache einer Analdrüsenentzündung bei Hunden kann vielfältig sein. Häufig entstehen Entzündungen aufgrund einer Blockierung oder Verstopfung der Analdrüsen, die für die Produktion von Sekreten verantwortlich sind. Diese Verstopfung kann durch unzureichendes Entleeren der Drüsen, zum Beispiel durch eine falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung, begünstigt werden. In einigen Fällen sind bakterielle Infektionen oder Parasiten wie Würmer für die Entzündung der Analdrüsen verantwortlich. Auch genetische Prädispositionen oder eine übermäßige Ausprägung der Drüsen können eine Rolle spielen.

Ansteckung bei einer Analdrüsenentzündung bei Hunden

Eine Analdrüsenentzündung bei Hunden ist in der Regel nicht ansteckend. Die Entzündung wird meist durch innere Ursachen wie eine Blockade der Drüsen oder Infektionen durch körpereigene Bakterien ausgelöst. Nur in sehr seltenen Fällen, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, könnte es theoretisch zu einer Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Sekreten kommen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Entzündung durch Kontakt mit anderen Hunderassen oder Tieren übertragen wird. Ein Kontakt zu anderen Hunden sollte jedoch vorsorglich vermieden werden, falls eine akute Infektion vermutet wird, um eine Verschlimmerung zu vermeiden.

Symptome einer Analdrüsenentzündung bei Hunden

Typische Symptome einer Analdrüsenentzündung bei Hunden sind verändertes Verhalten, wie zum Beispiel vermehrtes Lecken der Analregion oder das Schlittenfahren auf dem Boden. Hunde, die unter einer Entzündung der Analdrüsen leiden, zeigen oft Unruhe und Schmerzen beim Sitzen oder beim Berühren der betroffenen Stelle.

Manchmal ist auch eine sichtbare Schwellung oder Rötung im Bereich der Analdrüsen erkennbar. Weitere Symptome können Ausfluss oder Blutungen aus den Drüsen sein, die auf eine schwere Entzündung hinweisen.

Anzeichen einer Analdrüsenentzündung bei Hunden

Neben den bereits genannten Symptomen, wie dem Schlittenfahren oder Lecken, können auch Appetitlosigkeit und Fieber auftreten, wenn eine Analdrüsenentzündung fortschreitet. Häufig zeigen betroffene Hunde auch Veränderungen in ihrem allgemeinen Verhalten, wie etwa eine gesteigerte Reizbarkeit oder eine veränderte Gangart, da die Entzündung Schmerzen verursacht.

In schweren Fällen können sich Abszesse bilden, die sichtbar oder tastbar sind und die Drüsen stark anschwellen lassen. Ein geruchlicher Ausfluss aus den Analdrüsen, der unangenehm und faulig riecht, ist ein weiteres typisches Anzeichen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bietet eine Tierklinik bei einer Analdrüsenentzündung bei Hunden?

In einer Tierklinik stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für eine Analdrüsenentzündung bei Hunden zur Verfügung, abhängig vom Schweregrad der Entzündung:

  1. Manuelle Entleerung: Falls die Analdrüsen lediglich verstopft sind, kann der Tierarzt sie vorsichtig ausdrücken, um die Stauung zu lösen.
  2. Spülung und Reinigung: Bei einer stärkeren Entzündung werden die Analdrüsen mit einer antiseptischen oder antibiotischen Lösung gespült, um Bakterien und Sekretreste zu entfernen.
  3. Medikamentöse Behandlung: Falls eine bakterielle Infektion vorliegt, können Antibiotika (oral oder lokal als Salbe) verschrieben werden. Entzündungshemmende Medikamente oder Schmerzmittel helfen, Beschwerden zu lindern.
  4. Chirurgische Behandlung: In schweren Fällen mit Abszessen oder chronischen Entzündungen kann eine operative Eröffnung und Drainage des Abszesses nötig sein. In seltenen Fällen wird eine Entfernung der Analdrüsen erwogen.

Zusätzlich werden oft Maßnahmen zur Vorbeugung empfohlen, z. B. eine ballaststoffreiche Ernährung, um die natürliche Entleerung der Drüsen zu unterstützen.

Therapie der Analdrüsenentzündung bei Hunden

Die Therapie der Analdrüsenentzündung bei Hunden umfasst neben der akuten Behandlung auch Maßnahmen zur langfristigen Vorbeugung. Ein Tierarzt kann entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu fördern. In manchen Fällen ist eine regelmäßige manuelle Entleerung der Analdrüsen erforderlich, um eine erneute Blockade zu verhindern.

Auch eine Anpassung der Ernährung, insbesondere eine Ballaststoffreiche Kost, kann helfen, den Druck auf die Analdrüsen zu verringern. Eine sorgfältige Pflege der Analregion und regelmäßige Tierarztbesuche zur Kontrolle der Drüsenfunktion sind ebenfalls wichtig, um langfristig Komplikationen zu vermeiden.

Welche Lebensmittel sind gute Ballaststoffe für Hunde?

Die Ernährungsempfehlung zwischen Mensch und Hund weicht gar nicht so sehr voneinander ab. Aber – die Menge und die Art der Zubereitungen sind teilweise sehr verschieden. So wird bei der Hundenahrung beispielweise auf Gewürze verzichtet – und ein vorher „Weichkochen“ oder „vorquellen lassen“ ist unverzichtbar.

Zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln für Hunde gehören z.B:

  1. Gemüse
  • Kürbis (schonend gegart oder aus der Dose, ungewürzt)
  • Karotten (roh oder gekocht)
  • Zucchini
  • Rote Beete
  • Sellerie
  1. Obst (in Maßen, wegen Fruchtzucker)
  • Äpfel (ohne Kerne)
  • Birnen (ohne Kerne)
  • Bananen (in kleinen Mengen)
  1. Hülsenfrüchte (gut gekocht und in kleinen Mengen)
  • Erbsen
  • Linsen
  1. Getreide und Samen
  • Flohsamenschalen (vorher quellen lassen, wirken besonders gut bei Verdauungsproblemen)
  • Haferflocken (gekocht oder eingeweicht)
  • Chiasamen (eingeweicht, da sie viel Flüssigkeit binden)
  1. Kleie und spezielle Zusätze
  • Weizenkleie (in Maßen, da sie stark quellen kann)
  • Leinsamen (geschrotet oder als Öl)

Es ist wichtig, Ballaststoffe schrittweise in die Ernährung zu integrieren und ausreichend Wasser bereitzustellen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Verschiede Tierfutteranbieter bieten ebenfalls entsprechend abgestimmtes Hundefutter zur Auswahl und machen die Zusammenstellung der ballaststoffreichen Hundenahrung deutlich einfacher (und teurer).

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