
Herkunft
Ein zuverlässig arbeitender und bei jeder Witterung einsetzbarer Arbeitshund ist der Berger Blanc Suisse. Die weiße Fellfarbe wurde bevorzugt, um sie besser von angreifenden Wölfen unterscheiden zu können. Erst im Jahr 2003 ist der Weiße Schweizer Schäferhund nach kontroverser Diskussion der Verbände als provisorische Rasse von der FCI unter der Nr. 347 anerkannt worden.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Berger Blanc Suisse häufiger vor?
Der Berger Blanc Suisse (Weißer Schweizer Schäferhund) ist eine robuste Hunderasse, die jedoch anfällig für einige erblich bedingte und rassetypische Erkrankungen sein kann. Zu den häufigeren gesundheitlichen Problemen gehören:
- Hüftdysplasie (HD) – Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Diese Erkrankung tritt bei großen Hunderassen häufiger auf.
- Ellenbogendysplasie (ED) – Eine Fehlentwicklung des Ellenbogengelenks, die zu Lahmheit und Arthrose führen kann.
- Degenerative Myelopathie (DM) – Eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die zu Koordinationsproblemen und Lähmungen führen kann. Diese Erkrankung tritt meist erst im höheren Alter auf.
- Magen-Darm-Probleme – Einige Berger Blanc Suisse neigen zu empfindlichem Magen-Darm-Trakt, was zu Durchfall oder Futtermittelunverträglichkeiten führen kann.
- Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) – Eine Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme produziert, was zu Verdauungsproblemen und Gewichtsverlust führt.
- Allergien und Hautprobleme – Manche Hunde dieser Rasse zeigen eine erhöhte Anfälligkeit für Futtermittelallergien oder Umweltallergien, die sich durch Hautreizungen und Juckreiz äußern können.
- Herzerkrankungen – In seltenen Fällen können genetische Herzprobleme wie die dilatative Kardiomyopathie (DCM) auftreten.
Berger Blanc Suisse Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 60 bis 66 cm und die Hündin wird etwa 55 bis 61 cm groß. Das Gewicht des Rüden liegt zwischen 30 bis 40 kg und die Hündin wird ca. 25 bis 35 kg schwer.
Aussehen
Er ist ein mittelgroßer, kräftig gebauter Gebrauchshund. Das Fell ist weiß, das Deckhaar kann stock- oder langstockhaarig sein, allerdings sollte auch genügend Unterwolle vorhanden sein.
Wesen
Er ist ausgeglichen, selbstsicher und gutartig, außerdem intelligent und lernwillig. Er ist ein aufmerksamer Wächter, kann auch als Schutz- oder Blindenführhund eingesetzt werden. Auch als Begleithund oder Familienhund ist er gut zu gebrauchen, denn mit Kindern kommt er sehr gut zurecht.
Ist der Weiße Schäferhund ein Familienhund?
Der Weiße Schäferhund, auch Berger Blanc Suisse genannt, gilt als ausgezeichneter Familienhund. Er ist freundlich, intelligent und besitzt ein ausgeglichenes Wesen. Aufgrund seiner hohen Lernbereitschaft und Bindungsfähigkeit ist er gut erziehbar und eignet sich sowohl für aktive Einzelpersonen als auch für Familien mit Kindern.
Allerdings benötigt er viel Bewegung wie z.B. durch Hundesport, geistige Auslastung und eine konsequente, aber liebevolle Erziehung. Sein Schutztrieb ist weniger ausgeprägt als bei anderen Schäferhundrassen, sodass er meist ein sozial verträgliches Verhalten zeigt. Da er enge Bindungen zu seiner Familie aufbaut, sollte er nicht über längere Zeit allein gelassen werden. Mit ausreichender Beschäftigung und Sozialisation ist der Weiße Schäferhund ein treuer Begleiter.
Ist der Weiße Schäferhund ein Listenhund in Deutschland?
Nein, der Weiße Schäferhund (Berger Blanc Suisse) steht in Deutschland auf keiner Liste der sogenannten „gefährlichen Hunde“ (Listenhunde). Er wird nicht als gefährliche Rasse eingestuft und unterliegt daher keinen rassespezifischen Beschränkungen oder Auflagen.
Im Gegensatz zu einigen anderen Schäferhundrassen, wie dem American Pitbull Terrier oder dem Rottweiler in bestimmten Bundesländern, gilt der Weiße Schäferhund als wesensfest und sozialverträglich. Dennoch ist es wichtig, dass jeder Hund – unabhängig von der Rasse – gut sozialisiert und erzogen wird. In anderen Ländern können jedoch abweichende Regelungen gelten, weshalb es ratsam ist, sich vor Reisen oder Umzügen über lokale Bestimmungen zu informieren.
Berger Blanc Suisse Krankenversicherung
Weiße Schäferhunde haben ein im Vergleich zu anderen Hunderassen größeres Risiko Gelenkerkrankungen oder Degenerative Myelopathie zu erleiden, die durch einen Tierarzt behandelt werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.

Weißer Schäferhund / Berger Blanc Suisse Welpen
Berger Blanc Suisse Welpen sind freundliche, intelligente und lernwillige Hunde. Sie zeichnen sich durch ihr schneeweißes Fell, ihre sanfte Wesensart und ihre enge Bindung zu ihrer Familie aus. Als aktive und aufmerksame Hunde benötigen sie eine konsequente Erziehung und ausreichend Beschäftigung, sowohl körperlich als auch geistig. Ihr mittellanges Fell erfordert regelmäßige Pflege, um Verfilzungen zu vermeiden.
Wie alle Welpen benötigen Berger Blanc Suisse eine Grundimmunisierung. Dazu gehören Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut. Die Erstimpfung erfolgt in der Regel mit 8 Wochen, gefolgt von weiteren Impfungen in der 12. und 16. Lebenswoche. Um den Schutz langfristig zu gewährleisten, sind regelmäßige Auffrischungsimpfungen erforderlich.