Berger de Picardie

Berger de Picardie

Herkunft Berger de Picardie

Dieser Hund soll schon im Jahre 800 mit den Kelten in die Picardie gekommen sein. Die Weltkriege haben den verschiedenen Zuchtlinien sehr stark zugesetzt, so dass die Rasse sich auf Grund des fehlenden Nachwuchses noch lange nicht erholt hat. Er wird von der FCI unter der Nr. 176 als eigenständige Rasse anerkannt.

Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Berger de Picardie häufiger vor?

Der Berger de Picardie gilt als eine insgesamt robuste und widerstandsfähige Hunderasse, dennoch gibt es einige rassetypische Erkrankungen. Eine häufige gesundheitliche Problematik ist die Hüftdysplasie (HD), eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Auch Ellenbogendysplasie (ED) kann auftreten, was ebenfalls zu Lahmheit und Gelenkproblemen führt.

Zudem gibt es vereinzelt Fälle von progressiver Retinaatrophie (PRA), einer Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann. Manche Berger de Picardie neigen zu Magen-Darm-Problemen, darunter die gefährliche Magendrehung, weshalb auf eine angepasste Fütterung geachtet werden sollte. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine gesunde Ernährung und verantwortungsbewusste Zucht können helfen, das Risiko dieser Erkrankungen zu minimieren.

Größe

Der Hund erreicht eine Größe von 55 bis 68 cm und das Gewicht liegt etwa bei 23 bis 32 kg.

Aussehen

Der Berger de Picardie ist ein Schäferhund mit einem dichten, wetterfesten und sprödem Fell. Die Farbe des Fells kann rehbraun, grau oder fauve sein. Er hat stehende, mittelgroße Ohren.

Wesen

Er ist ein selbständiger und eigenwilliger Hütehund, der diese Voraussetzungen auch für seine tägliche Arbeit braucht. Um einen gute Familienhund zu bekommen, bedarf es einer Menge Beharrlichkeit und viel Einfühlungsvermögen, um ihn etwas formen zu können.

Ist der Berger de Picardie für Anfänger geeignet?

Der Berger de Picardie ist ein intelligenter und arbeitsfreudiger Hütehund, der sich nur bedingt für Anfänger eignet. Er ist zwar freundlich und menschenbezogen, benötigt aber eine konsequente Erziehung mit klaren Regeln, da er eigenständig und manchmal stur sein kann.

Sein ausgeprägter Bewegungsdrang und seine hohe Lernfähigkeit erfordern eine aktive Beschäftigung und geistige Förderung. Ein unerfahrener Halter könnte Schwierigkeiten haben, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, wenn er nicht bereit ist, sich intensiv mit Erziehung und Auslastung zu befassen.

Mit ausreichendem Wissen, Geduld und einem strukturierten Training kann er jedoch ein treuer Begleiter sein. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen, um die Erziehung von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken.

Wie viel Bewegung brauchen Berger de Picardie?

Der Berger de Picardie wurde als Hütehund gezüchtet und benötigt daher viel Bewegung und geistige Beschäftigung. Tägliche, ausgedehnte Spaziergänge von mindestens zwei Stunden sind notwendig, ergänzt durch Freilauf, Suchspiele oder Hundesportarten wie Agility oder Obedience.

Er liebt es, Aufgaben zu lösen und neue Kommandos zu lernen, weshalb auch geistige Herausforderungen wichtig sind. Ein unterforderter Berger de Picardie kann sich schnell langweilen und unerwünschtes Verhalten entwickeln.

Er eignet sich besonders für aktive Menschen oder Familien, die viel Zeit im Freien verbringen und ihn in ihren Alltag integrieren. Regelmäßige Abwechslung und fordernde Aktivitäten machen ihn zu einem ausgeglichenen und zufriedenen Hund.

Berger de Picardie Krankenversicherung

Diese widerstandfähige Hunderasse leidet – wie andere größer gewachsene Hunderassen – häufiger unter Hüftdysplasie die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen.

Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.

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