Broholmer

Herkunft

Auf der dänischen Insel Broholm steht das Schloss Broholm, von Ihm hat dieser große Hund seinen Namen bekommen. Er wurde als Treibhund für das Vieh und als Wachhund gebraucht. Mitte des 20. Jahrhunderts war er fast ausgestorben. Seit 1984 ist er vereinzelt wieder nachgezüchtet worden. Er wird von der FCI unter der Nr. 315 als eigenständige Rasse anerkannt.

Welche Krankheiten kommen bei Broholmer Hunden häufiger vor?

Der Broholmer ist eine robuste, aber großwüchsige Hunderasse, die zu bestimmten erblichen und verschleißbedingten Erkrankungen neigt. Besonders häufig tritt Hüftgelenksdysplasie (HD) auf, eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Auch Ellbogendysplasie (ED) kommt vor, eine Entwicklungsstörung der Ellenbogengelenke, die zu Lahmheit und Arthrose führen kann. Aufgrund seiner Größe besteht zudem ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung, eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der Magen um die eigene Achse dreht. Seltener treten Herzerkrankungen, insbesondere Dilatative Kardiomyopathie (DCM), auf. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, eine angepasste Ernährung und moderate Bewegung können helfen, das Krankheitsrisiko zu reduzieren.

Größe

Der Rüde erreicht eine Größe von etwa 75 cm und die Hündin wird ca. 70 cm groß. Das Gewicht des Rüden Liegt bei etwa 60 kg und die Hündin wird ca. 50 kg schwer.

Aussehen

Es ist ein großer, kräftiger und massiger Hund in hellgelb mit einem schwarzen Nasenspiegel und dunkler Maske. Ebenso die Farben gelbbraun, schwarz oder weiß, auch Abzeichen können vorkommen. Er mittelgroße Hängeohren.

Wesen

Dieser große Hund ist wachsam aber nicht aggressiv. Er ist ein ruhiger, freundlicher Haus- und Hofhund, der auch mit Kindern sehr gut zurechtkommt.

Ist der Broholmer ein Anfängerhund?

Der Broholmer ist ein ruhiger und ausgeglichener Hund, jedoch aufgrund seiner Größe und seines Schutzinstinkts nicht uneingeschränkt für Anfänger geeignet. Er benötigt eine konsequente, aber einfühlsame Erziehung sowie eine frühe Sozialisierung, um ein ausgeglichener Begleiter zu werden.

Sein selbstbewusstes Wesen kann für unerfahrene Halter herausfordernd sein, insbesondere wenn es an klarer Führung mangelt. Zudem erfordert seine Kraft und Masse eine sichere Kontrolle an der Leine.

Mit entsprechender Vorbereitung, Hundeschulbesuchen und einem guten Verständnis für Hundeerziehung kann er jedoch auch für engagierte Anfänger geeignet sein. Wichtig ist, dass der Halter Zeit und Geduld für die Erziehung und Sozialisation des Hundes aufbringt.

Haben Broholmer Jagdtrieb?

Der Broholmer besitzt keinen ausgeprägten Jagdtrieb, da er ursprünglich als Wach- und Schutzhund gezüchtet wurde. In der Regel zeigt er wenig Interesse an Wildtieren und bleibt in freier Natur vergleichsweise ruhig.

Dennoch kann es individuelle Unterschiede geben, und eine gute Erziehung ist wichtig, um unkontrolliertes Jagen zu vermeiden. Besonders in jungen Jahren sollte er an einen sicheren Rückruf gewöhnt werden, um unerwünschtem Jagdverhalten vorzubeugen.

Seine Aufmerksamkeit richtet sich eher auf seine Familie und sein Territorium als auf Wildtiere. In der Regel bleibt er daher gut kontrollierbar, auch in Gebieten mit Wildbestand.

Wie viel Auslauf braucht ein Broholmer?

Der Broholmer benötigt täglich moderate Bewegung, um gesund und ausgeglichen zu bleiben. Trotz seiner Größe und Kraft ist er kein übermäßig aktiver Hund, sondern eher gemütlich und anpassungsfähig. Ein bis zwei längere Spaziergänge pro Tag sowie zusätzliche geistige Beschäftigung, wie Suchspiele und der Grundgehorsamsübungen, sind ideal.

Hundesportarten mit hoher Belastung wie z.B. Agility sind für diese Rasse weniger geeignet, da sie die Gelenke belasten können. Wichtig ist jedoch, dass er nicht dauerhaft unterfordert wird, da dies zu Langeweile und unerwünschtem Verhalten führen kann. Ein großer Garten ersetzt dabei nicht die regelmäßige Bewegung außerhalb des eigenen Grundstücks.

Broholmer Krankenversicherung

Hunde dieser Rasse haben bedingt durch ihre große Statur ein im Vergleich zu anderen Hunderassen deutlich erhöhtes Risiko Herz- oder Hüftgelenkerkrankungen sowie Magendrehungen zu erleiden, die durch einen Tierarzt behandelt werden müssen.

Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.

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