Degility – Sanfter Hundesport für Körper und Geist
Degility ist eine gelenkschonende Hundesportart, die Elemente aus Agility, Physiotherapie und Mentaltraining kombiniert. Dabei wird der Hund in einem individuell angepassten Parcours durch verschiedene Hindernisse geführt, ohne Zeitdruck oder Wettkampfstress. Der Fokus liegt auf Koordination, Balance und gemeinsamer Arbeit zwischen Hund und Halter.
Unterschied zwischen Agility und Degility
Während Agility auf Geschwindigkeit und sportliche Höchstleistungen setzt, ist Degility eine sanfte Alternative ohne Sprünge oder enge Wendungen. Es eignet sich für Hunde aller Altersgruppen, auch für Senioren oder Hunde mit körperlichen Einschränkungen. Degility fördert das Selbstvertrauen des Hundes, verbessert die Körperwahrnehmung und stärkt die Bindung zum Halter.
Trainingsvarianten
Balanceübungen:
- Hierbei geht es darum, dass der Hund sein Gleichgewicht auf verschiedenen Untergründen hält, z. B. auf Wackelbrücken oder Balancekissen.
- Dies fördert die Tiefenmuskulatur und die Koordination.
Koordinationstraining:
- Der Hund lernt, seinen Körper bewusst wahrzunehmen und verschiedene Bewegungsabläufe zu koordinieren.
- Beispiele hierfür sind das Überqueren von Stangen, das Durchlaufen von Tunneln oder das Umrunden von Pylonen.
Mentale Stimulation:
- Degility beinhaltet auch Übungen, die den Hund geistig fordern, z. B. Suchspiele, Apportierübungen oder das Erlernen neuer Tricks.
- Dies fördert die Konzentration und die geistige Fitness.
Gerätetraining:
- Es werden verschiedene Geräte eingesetzt, wie z.B. Hürden, Slalomstangen, Wippen und Tunnel.
- Die Geräte werden so angepasst, dass sie den Hund nicht überfordern.
Mobility:
- Hierbei geht es darum, dass der Hund lernt, sich sicher und selbstbewusst in seiner Umgebung zu bewegen.
- Dies kann durch das Überwinden von Hindernissen, das Durchlaufen von Gassen oder das Erkunden von neuen Umgebungen erreicht werden.
Elemente eines Degility-Parcours
Ein Degility-Parcours enthält vielfältige, individuell anpassbare Elemente:
- Balanciergeräte: Wippen, instabile Untergründe oder schmale Stege zur Förderung der Koordination.
- Tunnel und Bögen: Zum langsamen Durchlaufen und Erkunden.
- Hürden und Podeste: Auf niedriger Höhe für gezielte Körperkontrolle.
- Slalomstangen und Hindernisse: Zur Verbesserung der Geschmeidigkeit in den Bewegungen.
Wie groß ist die Verletzungsgefahr bei Degility?
Die Verletzungsgefahr ist im Vergleich zu anderen Hundesportarten sehr gering, da die Übungen langsam und kontrolliert ausgeführt werden. Die Geräte sind auf Sicherheit ausgelegt, und der Hund wird individuell an seine Grenzen herangeführt. Besonders geeignet ist Degility für ältere Hunde, unsichere Tiere oder Vierbeiner mit körperlichen Einschränkungen.
Ist Degility die richtige Sportart für meinen Hund?
Degility ist ideal für Hundehalter, die ihren Hund geistig und körperlich fordern möchten, ohne ihn zu überlasten. Die sanfte und abwechslungsreiche Sportart eignet sich für Hunde jeden Alters und Gesundheitszustands und stärkt das Vertrauen sowie die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch.