Endoskopie in der Tiermedizin

Die Endoskopie ist ein minimalinvasives Verfahren, das in der Tiermedizin eingesetzt wird, um das Innere von Körperhöhlen und Hohlorganen zu untersuchen. Dabei wird ein Endoskop, ein schlauchförmiges Instrument mit einer Kamera und einer Lichtquelle, in den Körper des Tieres eingeführt.

Was ist eine Endoskopie in der Tiermedizin?

In der Tiermedizin wird die Endoskopie zur Diagnose und Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt. Sie ermöglicht es, Organe wie den Magen, Darm, Atemwege oder Gelenke direkt zu betrachten, Gewebeproben zu entnehmen oder Fremdkörper zu entfernen.

Welche Hundekrankheiten können mittels Endoskopie diagnostiziert werden?

Die Endoskopie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren in der Tiermedizin, das bei Hunden zur Untersuchung von inneren Organen eingesetzt wird. Dabei wird in einer Tierklinik oder Tierarztpraxis ein flexibler oder starrer Schlauch mit einer Kamera in den Körper eingeführt. Eine ganze Reihe von Hundekrankheiten können mittels Endoskopie diagnostiziert werden, darunter zum Beispiel:

Erkrankungen des Verdauungstrakts

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis) – Entzündungen der Magenschleimhaut durch Reizstoffe, Infektionen oder Allergien.
  • Magengeschwüre – Geschwürbildungen, oft durch Medikamente oder Infektionen verursacht.
  • Fremdkörper in Speiseröhre, Magen oder Darm – Verschluckte Gegenstände wie Spielzeuge oder Knochen.
  • Darm- und Magenkrebs – Tumore oder Polypen, die die Verdauung beeinträchtigen.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (IBD) – Entzündungen des Darms, die zu Durchfall und Erbrechen führen.

Erkrankungen der Atemwege

  • Trachealkollaps – Verengung oder Instabilität der Luftröhre, besonders bei kleinen Hunderassen.
  • Lungenentzündung (Pneumonie) – Entzündliche Prozesse in der Lunge, oft durch Bakterien oder Pilze verursacht.
  • Fremdkörper in den Atemwegen – Grashalme oder andere Partikel, die Husten oder Atemnot verursachen.
  • Nasenpolypen oder Tumore – Wucherungen in der Nase oder den Nebenhöhlen.

Erkrankungen des Harn- und Geschlechtstrakts

  • Blasensteine oder Harnröhrensteine – Ablagerungen, die die Harnwege blockieren können.
  • Harnwegsinfektionen oder Blasenentzündungen – Chronische oder wiederkehrende Infektionen.
  • Prostatavergrößerung oder Tumore – Besonders bei älteren, unkastrierten Rüden.

Die Endoskopie ermöglicht neben der Diagnose auch bioptische Entnahmen (Gewebeproben) für genauere Untersuchungen und kann in einigen Fällen direkt zur Behandlung genutzt werden, z. B. zur Entfernung von Fremdkörpern.

Wie wird eine Endoskopie beim Hund durchgeführt?

Die Durchführung einer Endoskopie beim Hund hängt von der zu untersuchenden Körperregion ab. In der Regel wird das Tier in Narkose gelegt, um Schmerzen und Stress zu vermeiden. Das Endoskop wird dann über natürliche Körperöffnungen (z. B. Maul, After) oder kleine Hautschnitte in den Körper eingeführt. Die Bilder der Kamera werden auf einen Monitor übertragen, sodass der Tierarzt das Innere des Körpers betrachten kann.

Endoskopie in der Tiermedizin

Wie bereitet man einen Hund auf eine Endoskopie vor?

Die Vorbereitung eines Hundes auf eine Endoskopie variiert je nach Art der Untersuchung. In der Regel muss das Tier vor der Untersuchung fasten, um den Magen-Darm-Trakt zu entleeren. Der Tierarzt wird spezifische Anweisungen zur Vorbereitung geben.

Wie schmerzhaft ist eine Endoskopie für Hunde und Katzen?

Da die Endoskopie in der Regel unter Narkose durchgeführt wird, verspüren Hunde und Katzen während des Eingriffs keine Schmerzen. Nach der Untersuchung können leichte Beschwerden auftreten, die jedoch in der Regel schnell abklingen.

Was kostet eine Endoskopie bei Hund oder Katze?

Die Kosten für eine Endoskopie bei Hund oder Katze variieren je nach Art der Untersuchung, der Größe des Tieres und der Tierarztpraxis. In der Regel liegen die Kosten zwischen 300 und 1500 Euro. Es ist ratsam, sich vor der Untersuchung beim Tierarzt über die genauen Kosten zu informieren.