HD / ED Röntgen

Was bedeutet HD / ED Röntgenuntersuchung in der Tiermedizin?

Die HD (Hüftdysplasie) und ED (Ellenbogendysplasie) Röntgenuntersuchung ist eine diagnostische Methode in der Tiermedizin, die dazu dient, die Hüft- und Ellenbogengelenke von Hunden auf Fehlentwicklungen oder Erkrankungen zu überprüfen.

Diese Erkrankungen gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei Hunden, insbesondere bei bestimmten Rassen, und können zu Schmerzen, Lahmheit und in schweren Fällen zu dauerhaften Gelenkproblemen führen. Das Röntgen ermöglicht es, die Gelenke sichtbar zu machen und etwaige Fehlstellungen oder degenerative Veränderungen zu erkennen.

Wie funktioniert das HD / ED Röntgen?

Das HD und ED Röntgen erfolgt in der Regel unter Narkose oder leichter Sedierung, um sicherzustellen, dass der Hund während der Untersuchung ruhig liegt und die richtigen Positionen eingenommen werden. Der Hund wird dabei auf dem Untersuchungstisch in einer bestimmten Haltung platziert, um die Hüften und Ellenbogen in den optimalen Blickwinkel für die Röntgenaufnahmen zu bringen.

Die Röntgenstrahlen durchdringen das Gewebe und erzeugen ein Bild, auf dem der Tierarzt die Gelenkstruktur und etwaige Auffälligkeiten analysieren kann. Diese Bilder werden anschließend an einen fachlich versierten Tiermediziner oder eine Röntgenkommission zur Auswertung geschickt.

Wann HD und ED Röntgen?

Die HD und ED Röntgenuntersuchung wird in der Regel im Erwachsenenalter des Hundes durchgeführt, oft ab dem Alter von 12 bis 18 Monaten. Der ideale Zeitpunkt hängt von der Rasse und den individuellen Gesundheitsmerkmalen des Hundes ab.

Besonders bei Hunderassen, die genetisch anfällig für Hüft- oder Ellenbogendysplasie sind, wie z.B. Labrador Retriever oder Deutsche Schäferhunde, wird eine frühzeitige Untersuchung empfohlen. Eine Röntgenuntersuchung kann auch dann sinnvoll sein, wenn der Hund Anzeichen von Lahmheit oder Gelenkschmerzen zeigt, um eine genaue Diagnose zu stellen.

Kann jeder Tierarzt HD Röntgen?

Nicht jeder Tierarzt ist berechtigt, HD und ED Röntgenaufnahmen zu machen. Die Röntgenbilder müssen von speziell ausgebildeten Tierärzten erstellt und anschließend von einer anerkannten Röntgenkommission, wie zum Beispiel der FCI (Fédération Cynalogique Internationale) oder einer nationalen Veterinärgesellschaft, ausgewertet werden. Nur Tierärzte, die über die erforderliche Ausrüstung und Ausbildung verfügen, sind in der Lage, HD und ED Röntgenaufnahmen korrekt durchzuführen und die Ergebnisse gemäß den festgelegten Standards zu interpretieren.

Was kostet HD / ED Röntgen für Hunde?

Die Kosten für ein HD / ED Röntgen variieren je nach Tierarztpraxis und Region. In Deutschland liegt der Preis für eine HD und ED Röntgenuntersuchung in der Regel zwischen 150 und 300 Euro, wobei zusätzliche Kosten für die Narkose, Sedierung oder spezielle Auswertungsgebühren anfallen können.

Wenn die Röntgenbilder zur Auswertung an eine Röntgenkommission geschickt werden, können auch hier zusätzliche Gebühren entstehen. Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die genauen Kosten zu informieren, da diese je nach Umfang der Untersuchung und der individuellen Praxisstruktur variieren können.

Weitere Informationen über die Gebührenordnung der Tierärzte (GOT) finden Sie hier.