
Herkunft Australian Kelpie
Es waren schottische Einwanderer, die kurzhaarige, schwarzbraune Collies mit nach Australien gebracht haben. Australische Schafzüchter kreuzten den Collie mit Hütehunden verschiedener Rassen und erhielten einen ausgezeichneten Schaf-Hütehund, einen australischen Schäferhund. Die Hündin Kelpie war so erfolgreich bei Hütewettbewerben, dass ihre Nachkommen sehr gefragt waren und ihr Name als neue Rassebezeichnung „Australian Kelpie“ genommen worden ist. Er wird von der FCI unter der Nr. 293 als eigenständige Rasse anerkannt.
Von welchen Krankheiten ist der Australian Kelpie häufiger betroffen als andere Hunderassen?
Der Australian Kelpie gilt als eine robuste Hunderasse, ist jedoch anfällig für einige genetisch bedingte Erkrankungen. Eine häufige Erkrankung ist die Collie Eye Anomaly (CEA), eine erbliche Augenkrankheit, die zur Beeinträchtigung der Sehkraft führen kann. Auch progressive Retinaatrophie (PRA) tritt gelegentlich auf und kann zur Erblindung führen. Zudem sind einige Kelpies von Hüftdysplasie (HD) betroffen, einer Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Arthrose und Schmerzen führen kann. Eine weitere rassetypische Erkrankung ist die Primäre Linsenluxation (PLL), bei der sich die Augenlinse verschieben kann und unbehandelt zur Erblindung führt. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und verantwortungsbewusste Zucht können das Risiko für diese Krankheiten minimieren.
Größe
Der Hund erreicht ein Größe von 43 bis 51 cm und hat Gewicht von mindestens 20 kg.
Aussehen
Er hat ein kurzes Haar mit und ohne Unterwolle. Die Farbe des Fells kann alle Farben haben, von schwarz, schwarz-tan, blau, rot, rot-tan, braun, dunkelbraun oder creme, goldbraun bis zum hellen Rot. Auch Abzeichen sind in verschiedenen Farben und Größen möglich. Meistens haben die Hunde Stehohren.
Charakter & Wesen
Der Kelpie ist ein selbständiger, eifriger und wachsamer Hund. Er ist intelligent, ruhig braucht aber immer eine Beschäftigung. Er braucht eine gute Erziehung, ist sehr verträglich, passt sich gut and die Familie an und kommt mit Kindern gut aus. Als Haushund braucht er immer eine Hüteaufgabe.
Ist der Australian Kelpie ein Anfängerhund?
Nein, diese Rasse ist kein idealer Anfängerhund. Es handelt sich um äußerst intelligente, arbeitsfreudige Hunde mit einem hohen Energielevel. Er benötigt konsequente Erziehung, geistige Auslastung und ausreichend Bewegung (Hundesport !), um ausgeglichen zu bleiben.
Ohne eine klare Führung und sinnvolle Beschäftigung kann er unerwünschtes Verhalten entwickeln. Unerfahrene Hundehalter könnten mit seiner Selbstständigkeit und seinem starken Arbeitswillen überfordert sein. Wer sich jedoch intensiv mit der Rasse beschäftigt und bereit ist, Zeit und Mühe in die Erziehung zu investieren, kann auch als engagierter Anfänger mit einem Kelpie glücklich werden.
Sind Kelpies gefährlich?
Grundsätzlich sind Australian Kelpies nicht gefährlich, sondern freundliche und intelligente Hunde, die eng mit ihrem Menschen zusammenarbeiten. Sie wurden für die Arbeit mit Schafen gezüchtet und zeigen daher keinen ausgeprägten Aggressionstrieb gegenüber Menschen. Allerdings kann eine unzureichende Erziehung oder mangelnde Auslastung dazu führen, dass ein Hund unerwünschtes Verhalten zeigt, wie Nervosität oder übermäßiges Hüten von Menschen oder anderen Tieren.
In seltenen Fällen können schlecht sozialisierte Kelpies territoriales Verhalten entwickeln. Mit der richtigen Erziehung, Sozialisation und ausreichend Beschäftigung bleibt ein Kelpie jedoch ein ausgeglichener und freundlicher Hund.
Wie viel Auslauf braucht ein Australian Kelpie?
Ein Australian Kelpie benötigt täglich mehrere Stunden Bewegung und geistige Beschäftigung, um ausgeglichen zu bleiben. Mindestens zwei bis drei Stunden aktiver Auslauf in Form von Spaziergängen, Lauftraining oder Hundesport sind empfehlenswert.
Da Kelpies ursprünglich als Arbeitshunde gezüchtet wurden, reicht bloßer Spaziergang oft nicht aus – sie brauchen auch Aufgaben, die ihren Kopf fordern, wie Apportierspiele, Agility, Laufsport wie Canicross und Suchspiele. Ein unterforderter Kelpie kann unerwünschtes Verhalten entwickeln, wie Unruhe, Bellen oder Zerstörungsdrang. Wer sich für einen Kelpie entscheidet, sollte daher sicherstellen, dass er genügend Zeit und Möglichkeiten zur artgerechten Beschäftigung hat.
Australian Kelpie Krankenversicherung
Wie bei allen sehr aktiven Hunderassen erleiden auch Kelpies bedingt durch ihren Bewegungsdrang häufiger Verletzungen des Bänder- und Gelenk-Apparats, die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.