
Kooikerhondje Herkunft
Diese alte Hunderasse wäre während des 2. Weltkriegs beinahe ausgestorben. Mit den übrig gebliebenen Hunden hat man die Rasse wieder aufgebaut, deshalb ist die Anerkennung durch die FCI noch nicht sehr alt. Die Hunde sind zur Entenjagd mit speziellen Fangreusen gebraucht worden. Er wird von der FCI unter der Nr. 314 als eigenständige Rasse anerkannt.
Von welchen Krankheiten ist der Kooikerhondje häufiger betroffen als andere Hunderassen?
Das Kooikerhondje ist eine relativ gesunde Rasse, aber aufgrund der begrenzten genetischen Vielfalt gibt es einige erbliche Erkrankungen, die häufiger vorkommen können als bei anderen Hunderassen.
Mögliche gesundheitliche Probleme beim Kooikerhondje
- Von-Willebrand-Krankheit Typ III (vWD III)
- Eine erblich bedingte Blutgerinnungsstörung, die zu unkontrollierbaren Blutungen führen kann.
- Betroffene Hunde sollten vor Operationen oder Verletzungen besonders beobachtet werden.
- Seriöse Züchter testen ihre Tiere, um betroffene Hunde von der Zucht auszuschließen.
- Hereditäre Nekrotisierende Myelopathie (ENM)
- Eine seltene, aber schwerwiegende neurologische Erkrankung, die zu Lähmungen führt.
- Die Krankheit tritt meist im jungen Alter auf und ist nicht heilbar.
- Durch genetische Tests kann das Risiko in der Zucht minimiert werden.
- Polymyositis
- Eine entzündliche Muskelerkrankung, die beim Kooikerhondje häufiger vorkommen kann.
- Symptome sind Muskelschwäche, Schluckbeschwerden und allgemeine Erschöpfung.
- Die genaue Ursache ist noch nicht vollständig geklärt.
- Epilepsie
- Wie bei einigen anderen Rassen kommt auch beim Kooikerhondje eine genetisch bedingte Epilepsie vor.
- Sie äußert sich durch wiederkehrende Krampfanfälle und kann medikamentös behandelt werden.
- Patellaluxation
- Eine Verschiebung der Kniescheibe, die zu Lahmheit oder Schmerzen führen kann.
- Besonders bei kleinen und mittelgroßen Hunderassen verbreitet.
- Regelmäßige Bewegung und ein gesundes Gewicht können das Risiko reduzieren.
Größe
Der Hund erreicht eine Größe von 35 bis 42 cm und hat ein Gewicht von 9 bis 12 kg.
Aussehen
Er hat ein mittellanges, glattes manchmal leicht gewelltes glänzendes Haar, das dicht anliegt. Die Grundfarbe des Fells ist weiß dazu kommen genau abgegrenzte Flecken in orange-roter Farbe. Außerdem hat er an den Wangen anliegende Hängeohren.
Charakter & Wesen
Er ist kein Jagdhund und ist auch nicht schussfest (ist also geräuschempfindlich). Er arbeitet selbständig, ist temperamentvoll, freundlich und aufmerksam. Er braucht eine gute Erziehung und wird außer bei der speziellen Entenjagd auch als Begleithund verwendet.
Was heißt Kooikerhondje auf Deutsch?
Der Name Kooikerhondje stammt aus dem Niederländischen und bedeutet übersetzt „kleiner Kooikerhund“. „Kooiker“ bezeichnet eine Person, die Entenfanganlagen (sogenannte Kooinen) betreibt, während „Hondje“ schlicht „Hündchen“ bedeutet. Die Rasse wurde ursprünglich zur Unterstützung von Entenfängern gezüchtet, indem sie Enten in Netze lockte. Der Name spiegelt somit die historische Aufgabe dieser Hunde wider.
Ist ein Kooikerhondje ein Anfängerhund?
Das Kooikerhondje ist bedingt für Anfänger geeignet. Es ist intelligent, lernwillig und menschenbezogen, benötigt jedoch eine konsequente, feinfühlige Erziehung. Sein sensibles Wesen kann auf grobe Trainingsmethoden oder Unsicherheiten in der Führung empfindlich reagieren. Zudem hat es einen gewissen Jagdtrieb und braucht geistige sowie körperliche Beschäftigung. Wer sich intensiv mit Hundeerziehung auseinandersetzt und aktiv mit dem Hund arbeitet, kann jedoch auch als Anfänger gut mit einem Kooikerhondje zurechtkommen.
Wie stark haaren Kooikerhondje?
Das Kooikerhondje hat ein mittellanges, leicht gewelltes Fell mit dichter Unterwolle, das mäßig haart. Während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann der Haarverlust jedoch zunehmen. Regelmäßiges Bürsten – etwa zwei- bis dreimal pro Woche – hilft, lose Haare zu entfernen und das Fell gesund zu halten. Außerhalb des Fellwechsels hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen, da das Fell wenig zum Verfilzen neigt.
Kooikerhondje Krankenversicherung
Die niederländische Hunderasse kann verschiedene t.T. erblich bedingte Krankheiten entwickeln, die ggf. durch teure Operationen behandelt werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.