Die Laparoskopie, auch als minimalinvasive Bauchchirurgie bekannt, ist ein Verfahren, bei dem operative Eingriffe im Bauchraum eines Tieres mit Hilfe einer speziellen Kamera (Laparoskop) durchgeführt werden.
Dabei werden kleine Schnitte in die Bauchdecke gesetzt, durch die Instrumente und die Kamera eingeführt werden. Diese Technik ermöglicht es, bestimmte Eingriffe mit geringerer Belastung für das Tier durchzuführen, da auf eine große Bauchöffnung verzichtet wird.
Ablauf einer Laparoskopie
Vor dem Eingriff wird das Tier unter Vollnarkose gesetzt. Anschließend wird der Bauchraum mit Kohlendioxid-Gas gefüllt, um die Sicht und den Arbeitsraum für die Instrumente zu verbessern. Über kleine Schnitte werden das Laparoskop und die chirurgischen Instrumente eingeführt.
Der Tierarzt führt die geplante Operation mit Hilfe der Kamera durch, die eine vergrößerte Darstellung der Organe auf einem Monitor ermöglicht. Nach dem Eingriff werden die Instrumente entfernt, das Gas abgelassen und die kleinen Schnitte verschlossen.
Anwendungsbereiche der Laparoskopie
Die Laparoskopie kommt in der Tiermedizin für verschiedene Zwecke zum Einsatz. Häufig wird sie zur Kastration von Hündinnen, zur Entfernung von Eierstöcken oder zur Untersuchung von Bauchorganen genutzt. Auch Gewebeproben (Biopsien) oder die Entfernung von Fremdkörpern sind mögliche Einsatzbereiche. Die Methode eignet sich insbesondere für Tiere, bei denen eine möglichst schonende Operation gewünscht wird.
Mögliche Folgen nach einer laparoskopischen Operation
Nach einem laparoskopischen Eingriff erholen sich die meisten Tiere schneller als nach einer konventionellen offenen Operation. Schmerzen und Schwellungen sind in der Regel geringer, und die Wundheilung verläuft meist unkompliziert. Dennoch kann es, wie bei jeder Operation, zu vorübergehenden Beschwerden wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit kommen. Tierhalter sollten nach der Operation auf eine angemessene Wundpflege und die Einhaltung der tierärztlichen Anweisungen achten.
Kosten einer Laparoskopie bei Hund und Katze
Die Kosten für eine laparoskopische Operation variieren je nach Tierart, Art des Eingriffs und der Tierklinik bzw. der Tierarztpraxis. In Deutschland kann eine laparoskopische Kastration bei einer Hündin zwischen 500 und 1.000 Euro kosten, während der Preis für eine Kastration bei einer Katze in der Regel niedriger liegt. Andere laparoskopische Eingriffe, wie Gewebeproben oder die Entfernung von Fremdkörpern, können zusätzliche Kosten verursachen. Es empfiehlt sich, im Vorfeld eine Kostenschätzung beim Tierarzt einzuholen.
Hunde Krankenversicherung
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.