Myasthenia gravis bei Hunden

Ursache Myasthenia gravis Hund

Myasthenia gravis ist eine neuromuskuläre Erkrankung, die durch eine gestörte Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln verursacht wird. Sie kann entweder angeboren oder erworben sein. Die erworbene Form tritt häufiger auf und wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst, bei der Antikörper die Acetylcholin-Rezeptoren an den Muskelzellen angreifen.

Dadurch wird die Muskelkontraktion geschwächt, was zu zunehmender Muskelschwäche führt. Die angeborene Form ist seltener und tritt vor allem bei bestimmten Rassen wie Jack Russell Terriern, Foxterriern und Dackeln auf.

Ansteckung Myasthenia gravis Hund

Myasthenia gravis ist keine ansteckende Krankheit, da sie nicht durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht wird. Die Erkrankung entsteht durch genetische Veranlagung oder eine Fehlfunktion des Immunsystems.

Besonders bei der erworbenen Form können externe Faktoren wie Tumore der Thymusdrüse (Thymome) oder andere Autoimmunerkrankungen das Risiko erhöhen. Da es sich um eine individuelle Fehlreaktion des Körpers handelt, ist eine Übertragung auf andere Hunde oder Menschen ausgeschlossen.

Symptome Myasthenia gravis bei Hunden

Die Symptome von Myasthenia gravis treten häufig schubweise auf und verstärken sich mit körperlicher Belastung. Ein typisches Anzeichen ist eine schnell fortschreitende Muskelschwäche, die sich besonders an den Hinterbeinen zeigt.

Betroffene Hunde können Schwierigkeiten beim Gehen oder Aufstehen haben und wirken nach kurzer Anstrengung erschöpft. In vielen Fällen kommt es zu Problemen beim Schlucken, was das Risiko für eine Aspirationspneumonie erhöht. In schweren Fällen kann die Atemmuskulatur betroffen sein, was lebensbedrohlich werden kann.

Anzeichen Myasthenia gravis bei Hunden

Ein erstes Anzeichen für Myasthenia gravis ist oft ein unsicherer oder wankender Gang, der sich nach Bewegung verstärkt. Viele Hunde zeigen eine ungewöhnliche Körperhaltung, setzen sich häufig hin oder haben Schwierigkeiten, Treppen zu steigen. Zudem kann vermehrtes Speicheln oder Würgen auftreten, da die Schluckmuskulatur beeinträchtigt sein kann.

Ein weiteres typisches Merkmal ist die sogenannte „Megaösophagus“-Bildung, eine Erweiterung der Speiseröhre, die zu Erbrechen und Gewichtsverlust führt. Hundebesitzer sollten bei diesen Symptomen schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Behandlung Myasthenia gravis

Die Behandlung von Myasthenia gravis richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung. In der Regel werden Medikamente eingesetzt, die die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln verbessern. Zusätzlich kann eine Behandlung von zugrunde liegenden Erkrankungen, wie einem Thymustumor, erforderlich sein. In schweren Fällen ist eine unterstützende Pflege notwendig, um Komplikationen wie eine Lungenentzündung zu verhindern. Die Prognose hängt davon ab, wie früh die Krankheit erkannt und behandelt wird.

Therapie Myasthenia gravis

Die Therapie von Myasthenia gravis umfasst medikamentöse Maßnahmen sowie unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität des Hundes. Cholinesterase-Hemmer werden häufig eingesetzt, um die Muskelkraft zu verbessern, während in einigen Fällen Immunsuppressiva notwendig sind. Hunde mit Megaösophagus benötigen eine spezielle Fütterung, um das Risiko einer Aspirationspneumonie zu reduzieren. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind wichtig, um die Therapie optimal anzupassen. Mit einer individuell abgestimmten Behandlung kann die Erkrankung bei vielen Hunden gut kontrolliert werden.

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