Obedience ist eine anspruchsvolle Hundesportart, die auf Gehorsam, Präzision und Teamarbeit zwischen Hund und Halter basiert. Der Hund führt verschiedene Übungen exakt und freudig aus, wobei auf die Kommunikation und die feine Zusammenarbeit mit dem Menschen großer Wert gelegt wird. Obedience ist für Hunde aller Rassen geeignet und stellt eine ideale Möglichkeit dar, Gehorsam und Bindung zu stärken.
Wie geht Obedience?
Im Hundesport Obedience muss der Hund verschiedene Übungen in einer vorgegebenen Reihenfolge und möglichst fehlerfrei ausführen. Die Anforderungen steigen mit den Leistungsklassen, aber typische Übungen sind:
- Fußarbeit: Der Hund läuft exakt an der Seite seines Halters und reagiert auf Richtungswechsel, Stopps und Geschwindigkeitsänderungen.
- Sitz, Platz und Steh aus der Bewegung: Der Hund führt diese Kommandos auf Entfernung oder während des Laufens präzise aus.
- Abruf mit Vorsitz: Der Hund wird aus der Entfernung gerufen und setzt sich direkt vor den Hundeführer.
- Apportieren: Der Hund bringt auf Kommando einen Gegenstand, oft auch über eine Hürde hinweg.
- Distanzkontrolle: Der Hund wechselt auf Distanz zwischen den Positionen Sitz, Platz und Steh.
- Voran und Positionsarbeit: Der Hund wird gezielt auf eine Markierung oder einen bestimmten Punkt geschickt.
Obedience wird in Wettkämpfen von einem Richter bewertet, wobei nicht nur die korrekte Ausführung der Übungen, sondern auch die Harmonie und Freude des Hundes an der Arbeit eine Rolle spielen.
Welche Hunde eignen sich für Obedience?
Obedience ist für fast alle Hunde geeignet, besonders für solche, die gerne mit ihrem Menschen arbeiten und auf Kommandos achten. Besonders gut eignen sich:
- Arbeitsfreudige Hunde wie Border Collies, Schäferhunde oder Retriever.
- Hunde mit guter Konzentrationsfähigkeit und Lernwilligkeit.
- Sozialverträgliche Hunde, da Obedience oft in Gruppen geübt wird.
Sehr eigenständige Hunde wie Dackel oder solche mit geringer Motivation zur Zusammenarbeit können sich schwerer tun, können aber mit dem richtigen Training dennoch Erfolg haben.
Welche Kommandos werden in Obedience verwendet?
In Obedience werden klare, präzise Kommandos genutzt, darunter:
- „Fuß“ – Der Hund läuft exakt neben dem Hundeführer.
- „Sitz“, „Platz“, „Steh“ – Grundpositionen, die auch aus der Bewegung oder auf Distanz ausgeführt werden.
- „Hier“ oder „Komm“ – Der Hund wird abgerufen und setzt sich vor den Hundeführer.
- „Bring“ oder „Apport“ – Der Hund holt einen Gegenstand.
- „Voran“ – Der Hund wird auf eine bestimmte Position geschickt.
Gesten und Körpersprache sind ebenfalls erlaubt, müssen aber klar und einheitlich sein.
Wann fängt man mit Obedience an?
Schon im Welpenalter kann man mit ersten Übungen wie Sitz, Platz und Fußlaufen beginnen. Ab einem Alter von 6 Monaten kann ein gezieltes Training starten. Für den Wettkampfsport empfiehlt sich der Einstieg ab etwa 12 Monaten, je nach Entwicklungsstand des Hundes.