
Herkunft Samojede
Diese nordische Hunderasse ist von der FCI bereits im Jahr 1913 unter der Nr. 212 als eigenständige Rasse anerkannt worden. Ihre Heimat ist der Westen Sibiriens beim Volk der Nenzen, früherer Name Samojeden, von denen sie Gezüchtet und deren Namen sie erhalten haben.
Ernest Kilburn-Scott hat die ersten Hunde im 1894 nach England gebracht und sie dort weiter gezüchtet. Der Samojede ist als Hütehund, Schlittenhund und Wachhund eingesetzt worden.
Für welche Krankheiten sind Samojeden anfälliger als andere Hunderassen?
Der Samojede ist eine robuste und widerstandsfähige Rasse, aber wie viele reinrassige Hunde ist er anfällig für bestimmte genetische Erkrankungen, die Vorprägung kann teilweise bereits im Welpen-Alter durch tierärztliche Checks gefunden und konservativ behandelt werden können.
1. Gelenk- und Knochenerkrankungen:
- Hüftdysplasie (HD) – Eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Arthrose und Lahmheit führen kann.
- Ellbogendysplasie (ED) – Eine Erkrankung des Ellbogengelenks, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht.
- Patellaluxation – Eine Erkrankung, bei der die Kniescheibe aus ihrer Position rutscht, was Lahmheit verursachen kann.
2. Augenkrankheiten:
- Progressive Retinaatrophie (PRA) – Eine genetisch bedingte Augenerkrankung, die langsam zur Erblindung führt.
- Katarakt (Grauer Star) – Eine Trübung der Augenlinse, die Sehverlust verursacht.
- Glaukom (Grüner Star) – Ein erhöhter Augeninnendruck, der unbehandelt zur Erblindung führen kann.
3. Stoffwechsel- und Hormonstörungen:
- Diabetes mellitus – Samojeden haben eine genetische Veranlagung für Diabetes, was regelmäßige Blutzuckerkontrollen und eine angepasste Ernährung erfordert.
- Hypothyreose – Eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Gewichtszunahme, Müdigkeit und Hautproblemen führt.
4. Erbliche Nierenerkrankungen:
- Samojeden-Polyneuropathie (SP) – Eine genetische Nervenerkrankung, die Muskelschwäche und Koordinationsprobleme verursacht.
- Samojeden-Hereditäre Glomerulopathie – Eine erbliche Nierenerkrankung, die vor allem Rüden betrifft und zu Nierenversagen führen kann.
5. Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
- Pulmonale Stenose – Eine angeborene Verengung der Lungenarterie, die zu Herzproblemen führen kann.
6. Haut- und Fellprobleme:
- Allergien – Einige Samojeden leiden an Umwelt- oder Futtermittelallergien, die Hautreizungen und Juckreiz verursachen.
- Zink-Responsive Dermatitis – Ein Hautproblem, das durch einen Zinkmangel verursacht wird und Schuppenbildung oder Haarausfall zur Folge hat.
Trotz dieser gesundheitlichen Risiken sind Samojeden eine robuste und langlebige Rasse (durchschnittlich 12–14 Jahre).
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 55 bis 59 cm und hat ein Gewicht zwischen 20 bis 25 kg. Die Hündin wird etwa 51 bis 55 cm groß und wird etwa 16 bis 20 kg schwer.
Aussehen
Er hat ein dickes, elastisches und dichtes Haar als Schutz vor dem Polarklima. Die Farbe des Fells ist rein weiß, weiß und beige oder cremefarben. Die Rute ist hoch angesetzt und wird zur Seite gebogen getragen. Er hat kleine, dicht behaarte, dreieckige Stehohren. Die Augen dürfen nicht blau oder unterschiedlich gefärbt sein.
Wesen
Der Samojede ist freundlich, lebhaft, aufgeschlossen und hat einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Eigentlich ist er ein Hund für die Arbeit, aber er wird hauptsächlich als Haushund oder Familienhund gebraucht.
Er ist sehr ausdauernd und wird gelegentlich für Schlittenrennen oder im Zughundesport eingesetzt. Er kann auch als Begleit-, Rettungs-, Sanitäts- oder Lawinenhund verwendet werden. Wegen seiner Freundlichkeit auch gegenüber Fremden ist er als Wach- und Schutzhund weniger geeignet.