Tollwut Katzen Krankheit

Tollwut bei Katzen – Ursachen, Symptome und Behandlung

Tollwut ist eine äußerst gefährliche Viruskrankheit, die sowohl Katzen als auch Menschen betreffen kann. Die Krankheit wird durch das Rabies-Virus verursacht und führt unbehandelt immer zum Tod. Glücklicherweise ist Tollwut in vielen Ländern durch Impfungen kontrollierbar, doch es bleibt eine ernsthafte Gefahr, insbesondere in Regionen, in denen die Impfrate nicht hoch genug ist.

Ursache von Tollwut bei Katzen

Tollwut wird durch das Rabies-Virus verursacht, das in den Speicheldrüsen infizierter Tiere vorhanden ist. Die Krankheit betrifft das zentrale Nervensystem und führt zu einer Entzündung des Gehirns, was schwerwiegende neurologische Störungen hervorruft. Katzen werden hauptsächlich durch den Biss eines infizierten Tieres, wie zum Beispiel von wilden Tieren (Füchse, Waschbären) oder anderen Katzen, angesteckt. In sehr seltenen Fällen kann die Ansteckung auch durch Kratzer oder den Kontakt mit infiziertem Speichel über offene Wunden erfolgen.

Ansteckung von Tollwut bei Katzen

Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch den Biss eines infizierten Tieres. Da das Rabies-Virus im Speichel eines infizierten Tieres vorkommt, reicht bereits ein Biss aus, um das Virus auf die Katze zu übertragen. Tollwut ist hoch ansteckend und die Inkubationszeit, also die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, kann zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten variieren.

Symptome und Anzeichen von Tollwut bei Katzen

Die Symptome von Tollwut entwickeln sich schrittweise und umfassen eine Vielzahl von neurologischen Störungen. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:

  • Verhaltensänderungen: Katzen, die normalerweise zurückhaltend oder scheu sind, können plötzlich ungewöhnlich zutraulich oder aggressiv werden. Umgekehrt können sehr gesellige Katzen zurückgezogen und ängstlich wirken.
  • Koordinationsstörungen: Die Katze kann Schwierigkeiten beim Gehen haben, taumeln oder eine veränderte Körperhaltung zeigen.
  • Lähmungen: Besonders in den Hinterbeinen können Lähmungen auftreten.
  • Schwäche oder Lähmung der Kiefermuskulatur: Dies führt zu Schwierigkeiten beim Schlucken und vermehrtem Speicheln.
  • Häufiges Sabbern: Dies ist oft ein Zeichen für eine Schwellung und Lähmung der Mundmuskulatur.
  • Aggressivität: In späteren Phasen der Krankheit zeigen betroffene Katzen verstärkte Aggressionen gegenüber Menschen oder anderen Tieren.
  • Tod durch Atemlähmung: In den letzten Stadien führt die Zerstörung des Gehirns und der Atemmuskulatur zum Tod der Katze.

Behandlung und Therapie von Tollwut bei Katzen

Es gibt keine Heilung für Tollwut, sobald die Symptome ausgebrochen sind. Die Krankheit verläuft immer tödlich. Wenn eine Katze jedoch einem potenziellen Tollwut-verdächtigen Tier ausgesetzt war und der Verdacht besteht, dass sie infiziert sein könnte, wird der Tierarzt sofort eingreifen, indem er eine Postexpositionsprophylaxe (Notimpfung) empfiehlt. Diese Behandlung ist wirksam, wenn sie frühzeitig durchgeführt wird, bevor die Symptome auftreten.

Die beste Prävention ist jedoch die regelmäßige Impfung gegen Tollwut. In vielen Ländern ist die Tollwutimpfung für Katzen gesetzlich vorgeschrieben, insbesondere für Freigängerkatzen oder Tiere, die ins Ausland reisen.

Können Menschen sich bei einer Katze mit Tollwut anstecken?

Ja, Menschen können sich bei einer Katze mit Tollwut anstecken, wenn sie von einer infizierten Katze gebissen oder gekratzt werden. Das Rabies-Virus wird durch den Speichel eines infizierten Tieres übertragen, insbesondere durch Bisse, bei denen der Speichel in offene Wunden oder Schleimhäute gelangt. Auch Kratzer können eine Übertragung ermöglichen, wenn der infizierte Speichel in Kontakt mit der verletzten Haut oder Schleimhaut kommt.

Tollwut ist eine zoologische Krankheit, was bedeutet, dass sie von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Wenn ein Mensch von einer Katze mit Tollwut gebissen oder gekratzt wird, sollte sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden, da die Krankheit in der Regel tödlich endet, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Die Postexpositionsprophylaxe (PEP), die aus einer Serie von Tollwutimpfungen besteht, kann das Virus verhindern, wenn sie frühzeitig nach der Exposition verabreicht wird.

Zur Vermeidung der Tollwut-Ansteckung bei Katzen und Menschen ist eine regelmäßige Tollwutimpfung für Katzen entscheidend, besonders für Freigängerkatzen oder Katzen, die mit Tieren aus der Wildnis in Kontakt kommen könnten.

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