
Herkunft Whippet
Diese britische Hunderasse wird von der FCI als eigenständige Rasse unter der Nr. 162 anerkannt. Der Whippet ist ein kleiner Windhund, der vom Aussehen her dem Greyhound ähnlich sieht.
Nach Aufzeichnungen haben Bergleute im 19. Jahrhundert den Windhund zur Jagd auf Sicht nach Kaninchen eingesetzt. Der erste Rassestandard ist im Jahr 1891 festgelegt worden. Zeitweise sind mit ihm auch Hunderennen, aber nie Profirennen mit hohen Wetteinsätzen, veranstaltet worden.
Für welche Krankheiten sind Whippets anfälliger als andere Hunderassen?
Der Whippet ist eine insgesamt gesunde und robuste Hunderasse, aber wie viele reinrassige Hunde kann er für bestimmte Krankheiten anfälliger sein. Hier sind einige gesundheitliche Probleme, die bei Whippets häufiger auftreten:
1. Herzerkrankungen
- Mitralendokardiose (MMVD) – Eine degenerative Herzerkrankung, die oft bei älteren Hunden auftritt und zu Herzinsuffizienz führen kann.
- Arrhythmien – Einige Whippets neigen zu Herzrhythmusstörungen, die regelmäßig tierärztlich überwacht werden sollten.
2. Verletzungsanfälligkeit
Whippets haben eine sehr dünne Haut und kaum Unterhautfettgewebe, was sie anfälliger für Schnittverletzungen und Prellungen macht. Beim Spielen oder Rennen können sie sich leichter verletzen als Hunde mit dichterem Fell und kräftigerer Haut.
3. Narkoseempfindlichkeit
Aufgrund ihres niedrigen Körperfettanteils reagieren Whippets empfindlicher auf Anästhesie und bestimmte Medikamente. Tierärzte sollten daher bei Operationen eine angepasste Dosierung verwenden, um Komplikationen zu vermeiden.
4. Augenkrankheiten
- Progressive Retinaatrophie (PRA) – Eine genetisch bedingte Erkrankung, die zur schleichenden Erblindung führt.
- Katarakt (Grauer Star) – Eine Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen beeinträchtigen kann.
5. Muskel- und Gelenkprobleme
- Kreuzbandriss – Aufgrund ihrer athletischen Natur und schnellen Sprints können Whippets anfällig für Knieverletzungen sein.
- Arthrose – Besonders im Alter können Gelenkprobleme auftreten, insbesondere wenn der Hund im Sport aktiv war.
6. Neurologische Erkrankungen
- Myoklonische Epilepsie – Eine seltene Form der Epilepsie, die bei Whippets auftreten kann und durch Muskelzuckungen oder Krampfanfälle gekennzeichnet ist.
7. Kälteempfindlichkeit
Da Whippets kaum Körperfett und ein dünnes Fell haben, sind sie besonders kälteempfindlich. Sie benötigen bei niedrigen Temperaturen Schutz in Form von Hundemänteln, um nicht auszukühlen.
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 47 bis 51 cm und die Hündin wird etwa 44 bis 47 cm groß.
Aussehen
Er hat ein feines, kurzes und anliegendes Haar. Bei der Färbung des Fells sind alle Farben möglich. Er hat kleine, rosenförmige Ohren.
Wesen
Er hat einen angeborenen Jagdtrieb, ist aber sehr verträglich und anpassungsfähig. Er ist intelligent und lässt sich gut erziehen. Er ist robust und gehört einer gesunden und langlebigen Rasse an. Er ist ein angenehmer Familienhund, er ist sauber, ruhig und verschmust und deshalb als Hund für die Familie gut geeignet.
Ist ein Whippet ein Anfängerhund?
Der Whippet kann für Anfänger geeignet sein, da er ein freundlicher, anpassungsfähiger und relativ pflegeleichter Hund ist. Er ist intelligent, leicht zu erziehen und hat in der Regel ein sanftes Wesen, was ihn zu einem angenehmen Begleiter macht.
Allerdings hat er einen ausgeprägten Jagdtrieb, weshalb er nur in gesicherten Bereichen oder an der Leine sicher laufen kann. Zudem ist er sensibel und benötigt eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ohne harte Strafen.
Sein Bedürfnis nach körperlicher Aktivität sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn er in der Wohnung ruhig und entspannt ist. Mit der richtigen Führung und ausreichender Bewegung (z.B. durch Hundesport) kann die Windhundrasse ein idealer Hund für Anfänger sein.
Wie viel Bewegung braucht ein Whippet?
Der Whippet ist ein athletischer Windhund und benötigt täglich ausreichend Bewegung, um glücklich und ausgeglichen zu sein. Etwa 1–2 Stunden Auslauf pro Tag sind ideal, wobei schnelle Sprints auf einer gesicherten Freilauffläche besonders wichtig sind.
Neben Spaziergängen eignen sich Hundesportarten wie Agility oder Coursing, um ihn körperlich und geistig auszulasten. Trotz seines hohen Tempos ist er in der Wohnung meist ruhig und liebt es, entspannt auf einem weichen Platz zu liegen.
Wichtig ist, ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental zu fordern, um Langeweile zu vermeiden. Mit der richtigen Mischung aus Bewegung und Ruhe ist der Hund ein ausgeglichener und zufriedener Begleiter.