
Herkunft Wolfsspitz
Diese deutsche Hunderasse wird von der FCI als eigenständige Rasse unter der Nr. 97 anerkannt. Der Wolfsspitz zählt zu den ältesten Hunderassen Mitteleuropas und könnte Nachkomme des steinzeitlichen Torfhundes sein.
Vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert ist er in den deutschsprachigen Ländern der häufigste Hundetyp gewesen. Der erste Rassestandard für den Wolfsspitz ist auf der Hundeausstellung in Berlin im Jahr 1880 aufgestellt worden. Im Jahr 1997 ist auch der etwas kleinere und zartere Keeshond aus den Niederlanden, Großbritannien und Amerika mit in den Rassestandard aufgenommen worden.
Größe
Der Hund erreicht eine Größe von 43 bis 55 cm und hat ein Gewicht zwischen 16 und 25 kg.
Aussehen
Er hat lange, dichte abstehende Haare mit einer dichten Unterwolle. Die Farbe des Fells ist hellgrau mit schwarzen Haarspitzen und er hat einen schwarzen Fang. Ein- bis zweimal in der Woche sollte er gebürstet werden, er haart kaum und ist völlig geruchlos.
Wesen
Er ist lebhaft, intelligent, wachsam und lässt sich gut ausbilden. Er ist selbstbewusst und selbständig und verträgt keinen Zwang. Er ist ausgeglichen, liebevoll, treu und kinderfreundlich und kann deshalb auch ein guter Hund für die Familie sein.
Ist der Wolfsspitz ein Anfängerhund?
Der Wolfsspitz kann für Anfänger geeignet sein, sofern sie sich intensiv mit der Erziehung und den Bedürfnissen der Rasse auseinandersetzen. Er ist intelligent, wachsam und lernfreudig, was das Training erleichtert, benötigt aber eine konsequente, aber sanfte Führung.
Seine starke Bindung zu seinen Menschen macht ihn zu einem loyalen Begleiter, allerdings neigt er dazu, Fremden gegenüber misstrauisch zu sein und oft zu bellen. Daher ist eine frühe Sozialisierung wichtig, um übermäßiges Wachverhalten zu vermeiden.
Zudem hat er ein dichtes Fell, das regelmäßige Pflege erfordert. Mit Geduld, Konsequenz und genügend Beschäftigung kann der Wolfsspitz auch für engagierte Ersthundebesitzer eine gute Wahl sein.
Warum heißt der Wolfsspitz Wolfsspitz?
Die Rasse verdankt ihre Bezeichnung dem wolfartigen Erscheinungsbild mit der typischen grau-schwarzen Fellzeichnung. Sie gehört zur Gruppe der Deutschen Spitze und ist die größte Variante dieser Rasse.
Sein dichtes, langes Fell, die aufrechten Ohren und die buschige Rute erinnern optisch an einen Wolf, obwohl er keine direkte Verwandtschaft zu wilden Wölfen hat. Der Name „Spitz“ bezieht sich auf die spitz zulaufende Kopfform und die typischen Eigenschaften der Spitzhunde, wie Wachsamkeit und Intelligenz.
In anderen Ländern wird der Wolfsspitz oft als Keeshond bezeichnet, insbesondere in den Niederlanden, wo die Rasse historisch als Begleiter und Wachhund genutzt wurde.