
Herkunft Akita-Inu
Der Akito-Inu ist eine japanische Hunderasse deren Ursprung Tiere aus dem hohen Norden sind, die mit den Menschen auf die japanischen Inseln eingewandert sind. Der Name stammt von der Präfektur Akita bei der Stadt Odate – der Zusatz Inu bedeutet Hund. Er wird von der FCI unter der Nr. 255 als eigenständige Rasse anerkannt.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Akita-Inu überdurchschnittlich häufig vor?
Beim Akita Inu treten bestimmte Krankheiten überdurchschnittlich häufig auf, dazu gehören:
Hüftdysplasie (HD):
- Eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
- Besonders nach Ruhephasen zeigen betroffene Hunde oft Steifigkeit.
Ellbogendysplasie (ED):
- Eine erbliche Erkrankung des Ellbogengelenks, die Schmerzen und Lahmheit verursachen kann.
- Tritt insbesondere bei großen Rassen wie dem Akita Inu häufig auf.
- Eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Gewichtszunahme, Lethargie und Hautproblemen führen kann.
Progressive Retinaatrophie (PRA):
- Eine degenerative Erkrankung der Netzhaut, die zu Erblindung führen kann.
Sebadenitis:
- Eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen, die zu Haarausfall und Hautproblemen führt.
- Die Ursache ist unbekannt, aber genetische Faktoren spielen eine Rolle.
Autoimmunerkrankungen:
- Akitas neigen zu verschiedenen Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem irrtümlich den eigenen Körper angreift.
- Beispiele sind Pemphigus und Systemischer Lupus Erythematodes (SLE).
Weitere mögliche Erkrankungen:
- Epilepsie
- Magendrehung
- Glaukom und Netzhautatrophie
- Von-Willebrand-Krankheit (genetisch bedingte Blutungsneigung)
- Allergien
- Empfindlichkeit auf Impfstoffe und Medikamente
Größe
Der Rüde wird bis zu 67 cm groß und die Hündin erreicht eine Größe von 61 cm. Die Größenangaben können von plus bzw. minus 3 cm schwanken. Das Gewicht liegt zwischen 30 und 45 kg.
Aussehen
Der Akita-Inu ist einkräftiger und robuster japanischer Spitz. Seit 1999 unterscheidet man den japanischen Akita-Inu und den Typ Great Japanese Dog – American Akita. Das Fell ist hart und das Deckhaar grob aber mit einer weichen Unterwolle. Die Farbe ist rot-falbfarben oder sesam mit schwarzen Spitzen oder weiß. Die Rute wird eingerollt getragen. Die Ohren sind klein, dreieckig und stehen aufrecht.
Wesen
Der Akita-Inu ist ein starker Hund mit einem ausgeprägten Jagd und Schutztrieb. Der Hund ist pflegeleicht, liebt einen engen Familienanschluss, braucht aber eine gute Erziehung. Er ist ein ruhiger Hund, ebenso zuverlässig in der Familie und mit Kindern.
Sind Akita Inu Hunde für Anfänger geeignet?
Nein. Der Akita Inu ist aufgrund seines eigenständigen und dominanten Wesens nicht ideal für Hundeanfänger. Er ist intelligent, aber auch willensstark, wodurch eine konsequente und erfahrene Führung erforderlich ist.
Seine Erziehung erfordert Geduld, Durchsetzungsvermögen und ein gutes Verständnis für Hundeverhalten. Zudem kann er gegenüber fremden Menschen und anderen Hunden reserviert oder territorial reagieren, was eine frühe und umfassende Sozialisation notwendig macht.
Ein unerfahrener Halter könnte Schwierigkeiten haben, seine unabhängige Art richtig zu lenken. Deshalb ist der Akita Inu besser für erfahrene Hundebesitzer geeignet, die bereit sind, sich intensiv mit seiner Erziehung und Haltung auseinanderzusetzen.
Wieviel und welche Beschäftigung benötigen Akita Inu?
Der Akita Inu benötigt täglich ausreichend Bewegung, aber keine extremen sportlichen Aktivitäten wie Zughundesport. Lange Spaziergänge, abwechslungsreiche Ausflüge und geistige Beschäftigung sind für ihn wichtig, um ausgeglichen zu bleiben.
Aufgrund seiner ursprünglichen Nutzung als Jagd- und Wachhund zeigt er oft wenig Interesse an Hundesportarten wie Agility. Stattdessen sind Suchspiele, gezieltes Gehorsamstraining und Aufgaben, die seine Unabhängigkeit respektieren, besser geeignet.
Zu intensive oder monotone Trainingseinheiten können ihn schnell langweilen, da er eine eigenständige Persönlichkeit hat. Eine artgerechte Beschäftigung kombiniert körperliche Bewegung mit mentalen Herausforderungen und stärkt gleichzeitig die Bindung zum Halter.