
Herkunft American Staffordshire
Der Stammvater der American Staffordshire ist mit englischen Auswanderern in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika gekommen. Wegen unklarer Bezeichnungen ist ab 1. Januar 1972 die Rasse des American Staffordshire, der aber nichts mit dem englischen Staffordshire Bullterrier gemein hat, eingeführt worden, der nicht als Kampfhund, sondern als ein Hund für Ausstellungen gezüchtet wird. Er wird von der FCI unter der Nr. 286 als eigenständige Rasse anerkannt.
Von welchen Krankheiten sind American Staffordshire Terrier häufiger betroffen als andere Hunderassen?
Der American Staffordshire Terrier ist eine robuste Rasse, kann jedoch genetisch bedingt anfällig für bestimmte Erkrankungen sein. Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) treten gelegentlich auf, insbesondere bei schlechter Zucht oder falscher Belastung im Wachstum. Zudem sind sie anfällig für Allergien und Hauterkrankungen, wie atopische Dermatitis, die durch Umweltfaktoren oder Futterunverträglichkeiten ausgelöst werden können.
Herzerkrankungen, insbesondere Aortenstenose, kommen ebenfalls häufiger vor und können die Lebensqualität beeinträchtigen. Einige Linien neigen zu Krebs, insbesondere Mastzelltumoren. Auch zerebelläre Ataxie, eine neurologische Erkrankung, die die Bewegungskoordination beeinträchtigt, kann bei dieser Rasse auftreten. Eine verantwortungsbewusste Zucht, gesunde Ernährung und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen helfen, das Risiko für diese Krankheiten zu minimieren.
Größe
Der Rüde wird etwa 46 – 48 cm groß, die Hündin erreicht 43 bis 46 cm. Das Gewicht liegt zwischen 18 und 23 kg.
Aussehen
Die Hunde haben ein kurzes aber glänzendes Fell. Jede Farbe ist allein, mehrfarbig oder gefleckt zugelassen. Es schwarz- loh oder in anderen Farbvarianten sein, nur 80% einer weißen Fellfläche sind unerwünscht.
Wesen
Der American Staffordshire wird als Familien-, Ausstellungs- und Wachhund eingesetzt. Er ist menschenfreundlich und wird als Therapiehund eingesetzt. Er ist ausdauernd, intelligent und treu gegenüber seinem Besitzer und geduldig gegenüber Kindern.
Ist ein American Stafford ein Familienhund?
Der American Staffordshire Terrier kann ein guter Familienhund sein, wenn er gut sozialisiert und konsequent erzogen wird. Er ist loyal, intelligent und anhänglich gegenüber seinen Bezugspersonen. Besonders zu Kindern kann er eine enge Bindung aufbauen, sollte aber – wie jeder Hund – nie unbeaufsichtigt mit kleinen Kindern gelassen werden.
Aufgrund seiner Kraft und Energie benötigt er ausreichend Bewegung sowie geistige Beschäftigung – z.B. auch bei Agility Hundesport. Sein stark ausgeprägter Wille und sein Schutztrieb erfordern eine erfahrene und verantwortungsbewusste Haltung.
Ist ein American Stafford ein Listenhund?
Ja, der American Staffordshire Terrier steht in vielen Bundesländern Deutschlands auf der Liste der sogenannten „gefährlichen Hunde“. Dies bedeutet, dass für seine Haltung oft besondere Auflagen gelten, wie ein Wesenstest, Leinen- und Maulkorbpflicht oder eine spezielle Haltegenehmigung.
Die Einstufung als Listenhund basiert auf rassespezifischen Gesetzen, nicht auf dem individuellen Verhalten des Hundes. In einigen Ländern, darunter die Schweiz und Österreich, gibt es ebenfalls Einschränkungen für diese Rasse.
Wer einen American Staffordshire Terrier halten möchte, sollte sich vorab über die spezifischen Regelungen des jeweiligen Bundeslandes informieren.
Ist ein American Staffordshire Terrier in Deutschland erlaubt?
Ja, der American Staffordshire Terrier ist in Deutschland erlaubt, unterliegt jedoch in den meisten Bundesländern strengen Auflagen. In einigen Bundesländern, wie Bayern oder Brandenburg, gilt er als „Kategorie-1-Listenhund“ und darf nur unter sehr erschwerten Bedingungen oder gar nicht gehalten werden.
In anderen Bundesländern ist die Haltung nach einem bestandenen Wesenstest oder mit behördlicher Erlaubnis möglich. Zudem gelten oft Leinen- und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit.
American Staffordshire Krankenversicherung
Staffordshire Terrier sind robuste, Hunde und leiden häufiger unter neurologischen oder Herz Erkrankungen, die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.