
Herkunft Bloodhound
Die Rasse des Bloodhound ist sehr alt, bereits im 2. Jahrhundert wurde er bei den Kelten und Galliern als Laufhund gehalten. Die Mönche des Klosters Saint-Hubert in den Ardennen haben die Rasse bis ins 16. Jahrhundert weiter gezüchtet.
Der Hubertushund ist im 11. Jahrhundert nach England gekommen und wird dort Bloodhound genannt, vermutlich weil er die Schweißspur eines verletzten Tieres gut verfolgen kann. Er wird von der FCI unter der Nr. 84 als eigenständige Rasse anerkannt.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Bloodhound häufiger vor?
- Hüft- und Ellbogendysplasie:
- Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts sind Bluthunde anfällig für Gelenkprobleme wie Hüft- und Ellbogendysplasie. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind daher wichtig.
- Augenprobleme:
- Bluthunde neigen aufgrund ihrer hängenden Augenlider zu Augenproblemen wie Entropium (eingerollte Augenlider) und Ektropium (hängende Augenlider). Auch Bindehautentzündungen kommen häufiger vor.
- Ohrenentzündungen:
- Ihre langen, hängenden Ohren schaffen ein feuchtes Milieu, das Infektionen begünstigt. Regelmäßige Ohrenkontrollen und -reinigungen sind daher wichtig.
- Hautprobleme:
- Die Hautfalten des Bluthundes können zu Hautinfektionen führen. Achten Sie auf Rötungen, Juckreiz oder unangenehmen Geruch in den Falten.
- Magendrehung:
- Aufgrund ihrer tiefen Brust sind Bluthunde anfällig für Magendrehungen. Es empfiehlt sich, die Futterrationen auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu verteilen.
Größe
Der Bloodhound kann bis zu 70 cm groß werden und ein Gewicht von 50 kg erreichen.
Aussehen
Der Bloodhound hat ein Fell mit einem feinen, kurzen Haar in den Farben schwarz, brandrot und leberfarben oder brand- rot bzw. fahlrot. Er hat lange, dünne bis zur Nasenspitze reichende Ohren. Bei vollem Lauf kann er mit seiner Nase den Boden erreichen.
Charakter & Wesen
Der Bloodhound war früher ein Hund in der Meute. Er wird als Fährtenhund eingesetzt, weil ihm eine sehr gute Spürnase nachgesagt wird und er auch eine alte Spur aufnehmen und verfolgen kann. Er ist nicht einfach zu erziehen. Kommandos werden nicht sofort, sondern erst nach eigener Überlegung ausgeführt, denn freundlich ist er zu allen Wesen.
Sind Bluthunde Familienhunde?
Ja, Bluthunde können ausgezeichnete Familienhunde sein. Sie sind bekannt für ihr sanftes und geduldiges Wesen, was sie zu liebevollen Begleitern macht, besonders für Kinder. Ihre ruhige Natur und ihre Fähigkeit, starke Bindungen einzugehen, machen sie zu zuverlässigen Familienmitgliedern. Allerdings benötigen sie aufgrund ihrer Größe und ihres Bewegungsdrangs ausreichend Auslauf und Beschäftigung.
Warum heißt der Bluthund Bluthund?
Der Name „Bluthund“ stammt nicht von einer Vorliebe für Blut, sondern vom Begriff „blooded hound“, was „reinrassiger Hund“ bedeutet. Diese Bezeichnung weist auf die sorgfältige Zucht und die lange Abstammungslinie dieser Rasse hin, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Bluthunde wurden gezielt für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten in der Fährtenarbeit gezüchtet.
Ist der Bluthund ein Jagdhund?
Ja, der Bluthund ist ein Jagdhund, genauer gesagt ein Schweißhund. Er ist spezialisiert auf die Verfolgung von Wildspuren, insbesondere von verletztem Wild. Seine außergewöhnliche Nase ermöglicht es ihm, selbst alte und schwache Fährten über große Entfernungen zu verfolgen. Bluthunde werden auch häufig von Polizei und Rettungsdiensten eingesetzt, um vermisste Personen aufzuspüren.
Bloodhound Krankenversicherung
Bluthunde sind wie viele körperlich große Hunderassen anfällig für Hüft- und Ellenbogendysplasie, die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen. Auch Augen- und Ohrenerkrankungen kommen bei dieser Hunderasse häufiger vor, so dass eine Hunde-Krankenversicherung helfen kann, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.