
Brandlbracke Herkunft
Im Jahre 1884 ist in Österreich die erste Brandbracke ins Stammbuch der Rasse eingetragen worden. Die Brandlbracke stammt von den Keltenbracken ab, die im Mittelalter nach der Völkerwanderung über ganz Europa verteilt waren. Er wird von der FCI unter der Nr. 63 als eigenständige Rasse anerkannt.
Von welchen Krankheiten sind Brandlbracken häufiger betroffen als andere Hunde?
Die Brandlbracke gilt als eine insgesamt robuste und gesunde Hunderasse, die nur wenige rassetypische Erkrankungen aufweist. Gelegentlich können jedoch Hüftdysplasie (HD) oder Ellenbogendysplasie (ED) auftreten, insbesondere wenn die Hunde aus belasteten Zuchtlinien stammen oder im Wachstum übermäßig beansprucht werden. Wie viele Jagdhunde neigt die Brandlbracke zu Ohrentzündungen (Otitis), da ihre hängenden Ohren eine schlechte Belüftung haben. Zudem kann es vereinzelt zu Augenerkrankungen, wie Katarakt (Grauer Star), kommen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und eine verantwortungsbewusste Zucht können helfen, das Risiko für diese Erkrankungen zu minimieren.
Größe
Die Brandlbracke ist ein mittelgroßer, athletischer Hund mit einer ausgewogenen Statur. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 48 bis 56 cm, Hündinnen sind mit 46 bis 54 cm etwas kleiner. Das Gewicht liegt in der Regel zwischen 15 und 22 kg, abhängig von Geschlecht und Körperbau.
Trotz ihres schlanken Erscheinungsbildes sind Brandlbracken kräftig und ausdauernd, was sie für die Jagd besonders geeignet macht. Ihr Körperbau ist muskulös, aber nicht massig, sodass sie wendig und schnell bleiben.
Aussehen
Das Fell der Brandlbracke ist schwarz mit einem scharf abgesetztem, dunkelbraunen Rand. Verwandt ist der Hund mit der Tiroler Bracke, der Steirischen Rauhaarbracke, dem Bayerischen Gebirgsschweißhund und dem slowakischen Kopov. Die Augen sind meist braun, die Augenbrauen stark ausgebildet und der Behang ist mittellang.
Charakter & Wesen
Die Brandlbracke ist ein Jagdhund mit einer großen Sicherheit bei der Fährtensuche, als Stöberhund oder Schweißhund. Sie ist sehr ruhig und kann sich sehr gut orientieren und findet immer wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Ist die Brandlbracke ein Familienhund?
Die Brandlbracke kann ein guter Familienhund sein, wenn sie ausreichend ausgelastet wird und eine konsequente Erziehung erhält. Sie ist ihrem Besitzer gegenüber loyal, freundlich und meist gutmütig. Da sie jedoch ein ausgeprägtes Jagdverhalten besitzt, ist sie für aktive Familien mit Erfahrung im Umgang mit Jagdhunden besser geeignet.
Kinder sollten den respektvollen Umgang mit Hunden kennen, da die Brandlbracke sensibel auf grobe Behandlung reagieren kann. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, besonders im Umgang mit anderen Haustieren.
Ist die Brandlbracke für Anfänger geeignet?
Die Brandlbracke ist kein typischer Anfängerhund, da sie eine konsequente Erziehung und eine sinnvolle Beschäftigung benötigt. Ihr ausgeprägter Jagdtrieb erfordert Erfahrung im Umgang mit lauffreudigen Jagdhunden und einen gesicherten Freilauf. Ohne ausreichende geistige und körperliche Auslastung wie ggf. auch bei Hundesport, kann sie unerwünschtes Verhalten entwickeln.
Zudem ist ihre eigenständige und manchmal willensstarke Art eine Herausforderung für unerfahrene Halter. Wer sich intensiv mit den Bedürfnissen der Rasse auseinandersetzt und bereit ist, mit ihr zu arbeiten, kann jedoch auch als ambitionierter Anfänger mit einer Brandlbracke zurechtkommen.
Brandlbracke Hunde Krankenversicherung
Brandlbracken haben – genetisch bedingt – ein höheres Risiko zu einer Fehlentwicklung von Hüfte oder Ellenbogen (Dysplasie) zu leiden, die durch einen Tierarzt behandelt oder sogar operiert werden muss.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.