
Herkunft Cane Corso Italiano
Die Abstammung des Cans Corso Italiano auch italienische Dogge genannt, ist nicht genau belegt. Man nimmt an, dass der Mastino Napoletano oder die Molosserhunde in irgendeiner Form miteinander verwandt sind. Er wird von der FCI unter der Nr. 343 als eigenständige Rasse anerkannt.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Cane Corso Italiano häufiger vor?
Der Cane Corso Italiano ist eine robuste Hunderasse, jedoch gibt es einige rassetypische gesundheitliche Probleme, auf die Halter achten sollten. Eine häufige Erkrankung bei dieser Rasse ist die Hüftdysplasie (HD), eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.
Auch die Ellenbogendysplasie (ED) tritt bei dieser Rasse auf, was ebenfalls Lahmheit und Gelenkprobleme zur Folge haben kann. Herzerkrankungen, wie die Kardiomyopathie, sind ebenfalls ein Problem bei Cane Corsos, insbesondere im höheren Alter. Die Rasse neigt auch zu Magendrehungen, was eine lebensbedrohliche Erkrankung darstellt und schnell behandelt werden muss.
Zusätzlich können Augenerkrankungen wie Katarakte oder progressive Retinaatrophie (PRA) auftreten. Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle und eine gesunde Zucht können helfen, das Risiko dieser Erkrankungen zu minimieren.
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 64 bis 68 cm und die Hündin wird 60 bis 64 cm groß. Das Gewicht des Rüden beträgt etwa 45 bis 50 kg und die Hündin wird ca. 40 bis 45 kg schwer.
Aussehen
Dieser große, kräftige Hund hat ein kurzes, glänzendes und sehr dichtes Fell mit wenig Unterwolle. Das Fell kann die Farben schwarz, bleigrau, hellgrau, schiefergrau, hirschrot, falbfarben oder in allen Schattierungen gestromt sein. Er hat eine schwarze Maske, hoch angesetzte, dreieckige und hängende Ohren.
Wesen
Er wird in Italien als Hüte-, Schutz- und Familienhund gebraucht. Sie sind gelehrig und arbeitsfreudig und in der Familie sind sie kinderlieb, treu und verspielt, werden aber bei Bedrohung die Familie vehement verteidigen. In einigen Ländern werden sie als Kampfhunde eingestuft.
Ist ein Cane Corso Italiano ein Listenhund?
Ob der Cane Corso Italiano als Listenhund gilt, hängt vom jeweiligen Bundesland oder Land ab. In Deutschland steht er in einigen Bundesländern, wie Bayern und Brandenburg, auf der Rasseliste und unterliegt bestimmten Haltungsauflagen. In anderen Bundesländern wird er nicht als gefährlich eingestuft.
In der Schweiz und Österreich kann es je nach Kanton oder Bundesland unterschiedliche Regelungen geben. International wird der Cane Corso nicht generell als Listenhund geführt, aber in einigen Ländern wie Dänemark ist seine Haltung verboten.
Wer einen Cane Corso halten möchte, sollte sich vorab über die jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen informieren.
Ist ein Cane Corso ein Anfängerhund?
Nein, der Cane Corso ist kein Anfängerhund, da er eine konsequente Erziehung, eine klare Führung und ausreichend Erfahrung im Umgang mit großen, kräftigen Hunden erfordert. Er ist intelligent, lernfähig und loyal, benötigt aber eine souveräne und ruhige Hand, um sein Schutzverhalten richtig zu lenken.
Fehlende Sozialisation oder eine inkonsequente Erziehung können problematische Verhaltensweisen verstärken. Aufgrund seiner Größe, Kraft und seines ausgeprägten Wach- und Schutztriebs ist er für unerfahrene Hundehalter schwer zu kontrollieren. Wer sich dennoch für einen Cane Corso als Ersthund entscheidet, sollte unbedingt eine Hundeschule besuchen und sich intensiv mit der Rasse und ihrer Erziehung auseinandersetzen.
Ist ein Cane Corso ein Familienhund?
Ein gut erzogener Cane Corso kann ein liebevoller und loyaler Familienhund sein, eignet sich jedoch vor allem für hundeerfahrene Familien. Er ist wachsam, beschützend und stark an seine Menschen gebunden, was ihn zu einem zuverlässigen Begleiter macht.
Aufgrund seines Schutzinstinkts muss er jedoch frühzeitig sozialisiert werden, damit er Besuchern oder Fremden gegenüber nicht misstrauisch reagiert. Mit Kindern kann er geduldig und sanft sein, jedoch sollte sein Umgang mit ihnen immer beaufsichtigt werden, da er aufgrund seiner Größe unabsichtlich grob sein kann.
Ein Cane Corso benötigt eine konsequente, aber liebevolle Erziehung, um sich als ausgeglichener Familienhund zu entwickeln. Er passt besonders gut in aktive Haushalte mit ausreichend Platz und Erfahrung im Umgang mit großen Hunden.
Cane Corso Krankenversicherung
Wie auch andere körperlich große Hunderassen sind Cane Corso Italiano anfällig für Hüft- und Ellenbogendysplasie, die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen. Auch Herzkrankheiten und Tumore kommen bei dieser Hunderasse häufiger vor, so dass eine Hunde-Krankenversicherung helfen kann, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.