Deutsche Dogge

Deutsche Dogge

Deutsche Dogge Herkunft

Man nimmt an, dass die Stammeltern der Deutsche Dogge schon vor 4.000 Jahren bei den Assyrern angesiedelt waren. Im 16. Jahrhundert sind Doggen aus England nach Deutschland eingeführt worden. Die Zucht der Deutschen Dogge begann im 17. Jahrhundert.

Seit 1987 ist das Kupieren der Ohren in Deutschland verboten. Er wird von der FCI unter der Nr. 235 als eigenständige Rasse anerkannt.

Welche Krankheiten kommen bei Deutschen Doggen häufiger vor?

Deutsche Doggen sind anfällig für verschiedene erblich bedingte und rassetypische Erkrankungen, die aufgrund ihrer Größe und Zucht auftreten. Zu den häufigsten gehören:

1. Magendrehung (Torsio ventriculi)

Eine lebensbedrohliche Verdrehung des Magens, die eine sofortige Operation erfordert. Große Hunde mit tiefem Brustkorb, wie die Dogge, sind besonders gefährdet.

2. Hüft- und Ellenbogendysplasie (HD/ED)

Fehlbildungen der Gelenke, die zu Arthrose und Schmerzen führen können. Eine gute Zuchtlinie und angemessene Bewegung sind wichtig zur Vorbeugung.

3. Herzkrankheiten (v. a. dilatative Kardiomyopathie, DCM)

Eine Herzerkrankung, die zur Vergrößerung des Herzens und Herzschwäche führt. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind essenziell.

4. Knochenkrebs (Osteosarkom)

Eine aggressive Krebsart, die vor allem große Hunderassen betrifft und oft zu Amputationen oder frühzeitigem Tod führt.

5. Wobbler-Syndrom

Eine Erkrankung der Halswirbelsäule, die Lähmungen und Koordinationsprobleme verursachen kann.

6. Augenkrankheiten (z. B. Entropium, Ektropium, Katarakt)

Lidfehlstellungen oder Linsentrübungen können Sehprobleme verursachen.

Da Deutsche Doggen eine vergleichsweise kurze Lebenserwartung (ca. 6–10 Jahre) haben, sind regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, hochwertige Ernährung und angepasste Bewegung essenziell, um ihre Gesundheit zu erhalten.

Größe

Die Mindestgröße der Deutschen Dogge wird bei Rüden mit 80 cm angegeben, das Gewicht liegt bei ca. 80 kg. Die Hündin erreicht eine Größe von etwa 72 cm und das Gewicht ist entsprechend geringer.

Aussehen

Bei der Deutschen Dogge gibt es die Farben gelb, gestromt (das ist gelb mit schwarzen Streifen), schwarz, blau und schwarzweiß gefleckt. Das Haar ist kurz, nicht abstehend und glänzend. Der Hund hat Hängeohren, die hoch angesetzt sind.

  • Gelbe Doggen haben eine Farbpalette, die von einem hellen Goldgelb bis zu einem kräftigen Goldgelb reicht, wobei eine schwarze Maske charakteristisch ist. Gestromte Doggen besitzen dieselbe Grundfarbe wie die Gelben, jedoch mit schwarzen, möglichst gleichmäßigen und klaren Streifen, die entlang der Rippen verlaufen. Auch bei ihnen wird eine schwarze Maske bevorzugt. Weiße Abzeichen an Brust und Zehen gelten in diesem Farbschlag als unerwünscht.
  • Schwarze Doggen aus der Schwarz-Gefleckt-Zucht sollten eine tiefschwarze, glänzende Färbung aufweisen, wobei weiße Abzeichen akzeptiert werden. Besonders bekannte Varianten dieser Gruppe sind „Manteltiger“, bei denen das Schwarz den Körper wie ein Mantel bedeckt, während Fang, Hals, Brust, Bauch, Läufe und Rutenspitze weiß sein können, sowie „Plattenhunde“, die große schwarze Flecken auf einem ansonsten weißen Körper zeigen.
  • Gefleckte Doggen, auch „Tigerdoggen“ genannt, haben eine weiße Grundfarbe mit ungleichmäßig verteilten, zerrissenen schwarzen Flecken. Diese sollten möglichst frei von Stichelungen sein, während graue oder bräunliche Flecken unerwünscht sind. Da die ideale Fellzeichnung genetisch schwer vorherzusagen ist, sind nur etwa 10 % der Nachkommen optimal gefleckt. Reinerbige Tiere gibt es in dieser Variante nicht, weshalb man sie auch als „Amseldoggen“ bezeichnet.

Wesen

Früher wurde die Deutsche Dogge zur Jagd, bzw. zur Hetzjagd gebraucht. Nachdem sich die Jagdbräuche geändert haben, ist die Dogge zu einem begehrten Liebhaberhund geworden.

Ist eine Deutsche Dogge für Anfänger geeignet?

Die Deutsche Dogge ist für Anfänger eher ungeeignet. Obwohl sie ein freundliches und ausgeglichenes Wesen hat, stellt ihre Größe, Kraft und ihr hoher Platzbedarf eine Herausforderung dar. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung ist notwendig, um das große und kräftige Tier kontrollieren zu können. Unerfahrene Hundebesitzer könnten Schwierigkeiten haben, die Dogge richtig zu führen, besonders wenn sie nicht frühzeitig sozialisiert wird.

Deutsche Dogge Krankenversicherung

Deutsche Doggen können Magendrehungen oder Erkrankungen des Gelenk-Apparats wie z.B. Dysplasie erleiden, die ggf. durch teure Operationen korrigiert werden müssen. Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten für Boxer Hunde zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.

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