Neufundländer

Neufundländer

Herkunft Neufundländer

Der Neufundländer ist eine kanadische Rasse und lebt im Landesteil Neufundland an der Ostküste Nordamerikas. Bei der Entstehung dieser Rasse geht man davon aus, dass zahlreiche europäische Hunde und auch Hunde der Inuit daran beteiligt waren. Der Hund diente den Fischern auf Neufundland als Arbeitstier.

Der englische Kapitän Cartwright hat erstmals von der Rasse des Neufundländers berichtet. Im Jahr 1860 fand in Birmingham die erste Hundeausstellung mit Neufundländern statt und im Jahr 1886 ist der erste Zuchtverein gegründet worden. Weil die Insel Neufundland bis zum Jahr 1947 englische Kronkolonie gewesen ist, gilt England als Gründungsland der Rasse. Er wird von der FCI unter der Nr. 50 als eigenständige Rasse anerkannt.

Für welche Krankheiten sind Neufundländer anfälliger als andere Hunderassen?

Der Neufundländer ist eine große, kräftige und gutmütige Rasse. Analog anderer groß gewachsener Hunderassen hat auch diese Rasse gewisse Anfälligkeiten für bestimmte gesundheitliche Probleme:

1. Gelenk- und Knochenerkrankungen:

  • Hüftdysplasie (HD) – Eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Arthrose und Schmerzen führen kann.
  • Ellbogendysplasie (ED) – Eine Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks, die Lahmheit und Arthrose verursacht.
  • Kreuzbandriss – Große Hunde sind besonders anfällig für Risse im Kreuzband des Knies, was eine Operation erfordern kann.
  • Osteosarkom (Knochenkrebs) – Eine aggressive Krebsart, die häufiger bei großen Rassen auftritt.

2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Subaortale Stenose (SAS) – Eine angeborene Verengung der Hauptschlagader, die zu Herzinsuffizienz führen kann. Neufundländer sind besonders anfällig für diese Erkrankung.
  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM) – Eine Herzmuskelerkrankung, die zu einer vergrößerten Herzkammer und Herzschwäche führt.

3. Magen-Darm-Erkrankungen:

  • Magendrehung (Gastrische Dilatation-Volvulus, GDV) – Eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der Magen dreht und Gas nicht entweichen kann. Dies ist eine häufige Gefahr für große Hunde mit tiefem Brustkorb.

4. Stoffwechsel- und Hormonstörungen:

  • Hypothyreose – Eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Gewichtszunahme, Müdigkeit und Hautproblemen führt.

5. Augenkrankheiten:

  • Ektropium und Entropium – Fehlstellungen der Augenlider, die zu Reizungen oder Infektionen führen können.
  • Katarakt (Grauer Star) – Eine Trübung der Augenlinse, die zur Erblindung führen kann.

6. Haut- und Fellprobleme:

  • Hot Spots (feuchte Dermatitis) – Entzündliche Hautstellen, die besonders bei dichtem Fell in feuchtem Klima auftreten.
  • Zystinurie – Eine genetische Erkrankung, die zu Blasen- und Nierensteinen führen kann.

Größe

Der Rüde erreicht eine Größe von 71 cm und hat ein Gewicht von etwa 68 kg. Die Hündin wird ca. 66 cm groß und hat ein Gewicht von 54 kg.

Aussehen

Er hat ein dichtes, Wasser abweisendes Haar und reichlich weiche Unterwolle. Die Farbe des Fells kann schwarz mit Abzeichen an der Brust, den Zehen und der Rutenspitze sein, oder schokoladenbraun bis bronzefarben ebenfalls mit weißen Abzeichen an den gleichen Körperstellen, aber auch weiß mit schwarz und schwarzem Kopf mit Blesse und ein schwarzer Sattel. Die Hängeohren sind klein, dreieckig und haben eine abgerundete Spitze.

Wesen

Er hat ein ruhiges, freundliches und ausgeglichenes Wesen. Er ist intelligent, gelegentlich etwas eigensinnig und phlegmatisch. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und wird aber nicht aggressiv. Ein Hund dieser Größe sollte gut und nachhaltig erzogen werden. Er braucht seinen Auslauf und geht auch gern ins Wasser.