
Herkunft Leonberger
Der Stadtrat Heinrich Essig aus Leonberg bei Stuttgart kreuzte etwa im Jahr 1840 eine schwarzweiße Hündin der Rasse Neufundländer mit einem Barry-Rüden vom Kloster Großer St. Bernhard. Später ist auch noch ein Pyrenäen – Berghund eingekreuzt worden und so ist der Leonberger entstanden. Allerdings gibt es Hinweise, dass die Familie des Fürsten von Metternich bereits im Jahr 1625 ähnliche Hunde besessen haben. Er wird von der FCI unter der Nr. 145 als eigenständige Rasse anerkannt.
Für welche Krankheiten sind Leonberger anfälliger als andere Hunderassen?
Der Leonberger ist eine sanfte und imposante Rasse, aber wie viele große Hunde hat er eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte genetische und rassespezifische Erkrankungen. Dazu gehören:
1. Orthopädische Erkrankungen:
- Hüftdysplasie (HD) – Eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Arthrose und Lahmheit führen kann.
- Ellbogendysplasie (ED) – Eine Gelenkfehlbildung im Ellbogenbereich, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursacht.
- Osteosarkom (Knochenkrebs) – Eine aggressive Krebsart, die besonders bei großen Hunderassen häufiger vorkommt.
2. Herzerkrankungen:
- Dilatative Kardiomyopathie (DCM) – Eine Erkrankung des Herzmuskels, die zu Herzinsuffizienz führen kann.
3. Magen-Darm-Erkrankungen:
- Magendrehung (Gastrische Dilatation-Volvulus, GDV) – Eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich der Magen dreht und Gas nicht entweichen kann. Große Hunde mit tiefem Brustkorb sind besonders gefährdet.
4. Neurologische und Stoffwechselerkrankungen:
- Polyneuropathie des Leonbergers (LPN1 & LPN2) – Eine erbliche Nervenerkrankung, die zu Muskelschwäche und Bewegungsstörungen führt.
- Hypothyreose – Eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Lethargie, Gewichtszunahme und Hautproblemen führen kann.
5. Augenkrankheiten:
- Katarakt (Grauer Star) – Eine Trübung der Augenlinse, die zur Erblindung führen kann.
- Ektropium und Entropium – Fehlstellungen der Augenlider, die Reizungen oder Infektionen verursachen können.
Da der Leonberger eine relativ kurze Lebenserwartung von 8–10 Jahren hat, ist eine sorgfältige Zucht mit Gesundheitskontrollen wichtig.
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 72 bis 80 cm und hat ein Gewicht zwischen 50 und 70 kg. Die Hündin wird 65 bis 75 cm groß und hat ein Gewicht von 45 bis 60 kg.
Aussehen
Das Haar ist mittellang, fast weich bis derb und bildet an Hals und Brust eine Mähne. Die Farbe des Fells ist rot, rotbraun, sandfarbig, fahlgelb, löwengelb und cremefarbig. Alle Farbkombinationen untereinander sind möglich dazu kommt immer eine schwarze Maske. Er hat mittelgroße, hoch angesetzte Hängeohren.
Wesen
Den Hund zeichnet ein große Gelassenheit verbunden mit einer hohen Reizschwelle aus, deshalb ist er der ideale Familienhund, der sich auch von kleinen Kindern nicht beeindrucken lässt.