Shiba-Inu

Shiba-Inu

Herkunft Shiba-Inu

Diese japanische Hunderasse wird von der FCI unter der Nr. 257 als eigenständige Rasse anerkannt. Zur Deutung des Namens Shiba gibt es drei mögliche Antworten. Die erste Antwort deutet auf die braun- rote Fellfärbung hin, zweitens gibt es ein gleichnamiges Schriftzeichen für den Begriff klein und drittens besteht die Ableitung von einem Ortsnamen.

Der zweite Namensteil inu oder ken bedeutet Hund. Die Kleinste von den japanischen Rassen wie den Hokkaido-Hund oder der Akito-Inu ist der Shiba-Inu. Knochenreste, die bei Ausgrabungen gefunden worden sind, weisen eine Ähnlichkeit mit dem Shiba-Inu auf, das deutet darauf hin, dass diese Rasse schon vor mehreren tausend Jahren Jagdbegleiter des Menschen gewesen ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Rasse vom Aussterben bedroht und man begann im Jahr 1928 eine neue Zucht aufzubauen.

Für welche Krankheiten sind Shiba Inu anfälliger als andere Hunderassen?

Der Shiba Inu ist eine gesunde und robuste Rasse, dennoch gibt es genetisch bedingte Gesundheitsprobleme, die bei dieser Hunderasse häufiger vorkommen kann.

1. Hüftdysplasie (HD)

Hüftdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen, Lahmheit und später zu Arthrose führen kann. Besonders bei größeren Rassen verbreitet, kann auch der Shiba-Inu betroffen sein, wenngleich dies nicht so häufig vorkommt wie bei anderen großen Hunden.

2. Patellaluxation

Diese Erkrankung tritt auf, wenn die Kniescheibe aus ihrer normalen Position springt. Dies führt zu Schmerzen und Hinken und kann, wenn es unbehandelt bleibt, langfristige Gelenkschäden verursachen. Shiba Inus sind anfälliger für diese Erkrankung, besonders in jungen Jahren.

3. Augenkrankheiten

  • Progressive Retinaatrophie (PRA) – Eine genetisch bedingte Augenkrankheit, die die Netzhaut betrifft und langsam zur Erblindung führen kann.
  • Katarakt – Eine Trübung der Augenlinse, die ebenfalls die Sehkraft beeinträchtigen kann.

4. Allergien

Shiba-Inu neigen zu Haut- und Umweltallergien, die Juckreiz, Rötungen und Hautirritationen verursachen können. Dies kann durch Pollen, Staub oder auch bestimmte Futtermittel ausgelöst werden.

5. Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose)

Die Schilddrüsenunterfunktion ist bei Shiba Inus relativ häufig. Sie führt zu einer Reihe von Symptomen, darunter Gewichtszunahme, Müdigkeit, Haarausfall und Hautprobleme.

6. Autoimmunerkrankungen

Shiba Inus können anfällig für bestimmte Autoimmunerkrankungen sein, wie zum Beispiel Autoimmunhemolytische Anämie, bei der der Körper seine eigenen roten Blutkörperchen angreift. Dies ist zwar seltener, aber es gibt Hinweise auf eine genetische Prädisposition innerhalb der Rasse.

7. Magendrehung (GDV)

Obwohl Magendrehungen bei Shiba Inus weniger verbreitet sind als bei größeren Hunden, können sie auch bei dieser Rasse auftreten. Eine Magendrehung ist ein Notfall, bei dem der Magen sich dreht und eine Blockade im Verdauungstrakt verursacht, was zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann.

8. Epilepsie

Einige Shiba Inus können, wie bei vielen anderen Rassen, zu epileptischen Anfällen neigen. Dies kann eine genetische Ursache haben, und in solchen Fällen sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen und eine medikamentöse Behandlung notwendig.

Größe

Der Hund erreicht eine Größe von 37 bis 40 cm. Der Rüde hat ein Gewicht zwischen 10 bis 13 kg und die Hündin wird etwa 7 bi 9 kg schwer.

Aussehen

Er hat ein weiches und gerades Deckhaar mit reichlich dichter Unterwolle. Die Farbe des Fells kommt in rot, schwarzloh, sesam einer Mischung von weißen und schwarzen Haaren, schwarz gemischt mit weißen Haaren und in rot gemischt mit schwarzen Haaren, vor.

Er hat kleine, dreieckige Stehohren. Die Rute wird eingerollt über dem Rücken getragen. Bei allen Farben des Fells muss Urajiro, das weißliche Haar am Fang, an den Backen, an der Kehle, an Brust und Bauch, der Rute und an der Innenseite der
Läufe vorhanden sein.

Wesen

Er ist intelligent, gelegentlich etwas eigensinnig. Er ist selbstbewusst und mutig und braucht für die Erziehung einen erfahrenen Hundehalter.

Ist der Shiba Inu ein Anfängerhund?

Nein. Shiba Inu sind grundsätzlich keine ideale Wahl für absolute Anfänger in der Hundehaltung. Diese Rasse ist bekannt für ihren unabhängigen, manchmal eigenwilligen Charakter, was sie für unerfahrene Hundebesitzer herausfordernd machen kann.

Diese japanischen Rassehunde sind sehr intelligent und lernen schnell, aber sie sind auch ziemlich stur und können die Führung in der Familie übernehmen, wenn sie nicht konsequent und liebevoll erzogen werden.

Sie haben einen starken Jagdtrieb, was bedeutet, dass sie bei unkontrolliertem Freilauf leicht abgelenkt werden können. Daher ist eine konsequente Erziehung, viel Geduld und ein gutes Verständnis für Hundeverhalten notwendig. Für erfahrene Hundebesitzer, die bereit sind, in Training und Sozialisierung zu investieren, kann der Shiba-Inu jedoch ein großartiger Begleiter sein.