Ursache Brachyzephales Syndrom Hund
Das brachyzephale Syndrom ist eine Folge der zuchtbedingten Verkürzung des Schädels bei bestimmten Hunderassen. Diese anatomische Veränderung führt zu einer Verengung der Atemwege, da die Weichteile im Kopf nicht ausreichend Platz haben.
Die Nasenlöcher sind oft verengt, das Gaumensegel verlängert und die Luftröhre verengt. Auch der Kehlkopf kann betroffen sein. Die Zucht auf ein extremes „Kindchenschema“ hat zu diesen gesundheitlichen Problemen geführt.
Ansteckung Brachyzephales Syndrom Hund
Das brachyzephale Syndrom ist keine ansteckende Krankheit. Es handelt sich um eine genetisch bedingte Erkrankung, die durch die Zucht auf bestimmte äußere Merkmale entstanden ist. Die anatomischen Veränderungen werden von den Elterntieren an ihre Nachkommen weitergegeben.
Es besteht keine Gefahr, dass sich andere Tiere oder Menschen in der Umgebung des betroffenen Hundes anstecken könnten. Die Erkrankung ist rein auf die genetische Disposition des betroffenen Hundes zurückzuführen.
Symptome Brachyzephales Syndrom Hund
Die Symptome des brachyzephalen Syndroms sind vielfältig und können je nach Schweregrad variieren. Zu den häufigsten Anzeichen gehören Atemnot, lautes Atemgeräusch (Schnarchen, Röcheln), Husten, Würgen und Erbrechen. Betroffene Hunde haben oft Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren, da sie nicht effektiv hecheln können. Dies kann zu Hitzschlag führen. Auch Schlafstörungen und eine verminderte Belastbarkeit sind häufige Symptome.
Anzeichen Brachyzephales Syndrom Hund
Die Anzeichen des brachyzephalen Syndroms sind oft schon im Welpenalter erkennbar. Neben den bereits genannten Symptomen können auch folgende Anzeichen auftreten: Verengte Nasenlöcher, ein verlängertes Gaumensegel, eine verengte Luftröhre und ein kollabierender Kehlkopf.
Betroffene Hunde zeigen oft eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen der Atemwege. Auch Augenprobleme, wie zum Beispiel hervorstehende Augen oder Entzündungen, können auftreten.
Behandlung Brachyzephales Syndrom Hund
Die Behandlung des brachyzephalen Syndroms zielt darauf ab, die Atemwege zu erweitern und die Symptome zu lindern. In leichten Fällen können Medikamente helfen, die Entzündungen zu reduzieren. Bei schwereren Fällen ist oft ein chirurgischer Eingriff durch einen Tierarzt oder in einer Tierklinik erforderlich, um die Nasenlöcher zu erweitern, das Gaumensegel zu kürzen oder die Luftröhre zu weiten. Auch eine Gewichtsreduktion kann helfen, die Symptome zu verbessern. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind wichtig, um den Fortschritt der Erkrankung zu überwachen und die Therapie anzupassen.
Welche Hunderassen sind für Brachyzephales Syndrom besonders anfällig?
Besonders anfällig für das brachyzephale Syndrom sind Hunderassen mit einem stark verkürzten Schädel. Dazu gehören:
- Französische Bulldogge
- Englische Bulldogge
- Mops
- Deutscher Boxer
- Shih Tzu
- Pekinese
Es ist wichtig zu beachten, dass auch andere Rassen mit kurzem Schädel betroffen sein können. Die Zucht auf extreme äußere Merkmale hat zu einer Zunahme dieser Erkrankung geführt.