Bullmastiff

Bullmastiff

Herkunft Bullmastiff

Den Bullmastiff gibt es in England seit dem 19. Jahrhundert auf Grund einer Kreuzung von Mastiff und English Bulldog. Wegen der schlechten sozialen Bedingungen gab es viele Wilderer und so wurde zum Schutz der Wildhüter der Bullmastiff gezüchtet.

Auf Wilderei stand die Todesstrafe und so versuchte der Wilderer mit allen Mitteln sich einer Festnahme zu entziehen. Wegen des sehr guten Geruchssinns und der Fährtensuche wurde später noch der Bloodhound eingekreuzt. Er wird von der FCI unter der Nr. 157 als eigenständige Rasse anerkannt.

Der Bullmastiff ist eine robuste Hunderasse, aber wie viele große Hunde ist er anfällig für bestimmte Erkrankungen

Orthopädische Probleme

  • Hüftgelenksdysplasie (HD): Eine genetische Fehlbildung des Hüftgelenks, die zu Schmerzen, Lahmheit und Arthrose führen kann.
  • Ellenbogendysplasie (ED): Wachstumsstörungen im Ellenbogengelenk, die ebenfalls Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen können.

Augenerkrankungen

  • Entropium: Ein Einrollen der Augenlider, das zu Reizungen und Verletzungen der Hornhaut führen kann.
  • Ektropium: Ein nach außen gedrehtes Augenlid, das die Augen anfällig für Infektionen macht.
  • Progressive Retinaatrophie (PRA): Eine degenerative Augenerkrankung, die zur Erblindung führt.

Atemwegserkrankungen

Herzerkrankungen

  • Dilatativer Kardiomyopathie: Eine Erweiterung des Herzmuskels, die zu Herzinsuffizienz führen kann.
  • Herzklappenerkrankungen: Probleme mit den Herzklappen, die die Durchblutung beeinträchtigen können.

Weitere Erkrankungen

  • Magendrehung: Eine lebensbedrohliche Verdrehung des Magens, die bei großen Hunderassen häufiger vorkommt.
  • Neuroaxonale Dystrophie: Eine seltene neurologische Erkrankung mit Symptomen wie Lähmungen und Funktionsstörungen der Organe, oft tödlich im jungen Alter.

Größe

Der Rüde erreicht eine Größe von 64 bis 69 cm und die Hündin wird etwa 61 bis 66 cm groß. Das Gewicht des Rüden liegt bei 50 bis 60 kg und die Hündin wird ca. 41 bis 50 kg schwer.

Aussehen

Er hat ein kurzes, glatt anliegendes Haar. Das Fell kann rehbraun, rot oder gestromt sein, mit verschiedenen Schattierungen. Er hat eine schwarze Maske und die Ohren sind v-förmig. Wenn ihn etwas interessiert legt er seine Stirn deutlich in Falten.

Wesen

Er ist ein sehr guter Wachhund mit einem ausgeprägtem Gehör und einen hervorragenden Geruchssinn. Als Familienhund zeigt er sich treu und anhänglich und pflegt einen sanften Umgang mit Kindern.

Sind Bullmastiffs für Anfänger geeignet?

Nein. Der Bullmastiff ist aufgrund seiner Größe, Kraft und seines selbstbewussten Wesens nicht ideal für Anfänger. Er benötigt eine konsequente, aber liebevolle Erziehung sowie eine klare Führung, um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden.

Seine Schutzinstinkte können ohne richtige Sozialisierung zu Problemen führen, insbesondere im Umgang mit Fremden oder anderen Hunden. Ein erfahrener Halter, der sich mit großen Wachhunden auskennt, ist besser für diese Rasse geeignet. Mit der richtigen Erziehung ist der Bullmastiff jedoch ein treuer und gehorsamer Begleiter.

Ist der Bullmastiff ein guter Familienhund?

Der Bullmastiff kann ein guter Familienhund sein, wenn er frühzeitig sozialisiert und gut erzogen wird. Er ist wachsam, loyal und oft sehr sanft im Umgang mit seinen Bezugspersonen, insbesondere mit Kindern. Aufgrund seiner Größe und Kraft sollte der Kontakt zu kleinen Kindern dennoch immer beaufsichtigt werden.

Er neigt dazu, seine Familie zu beschützen, was eine gute Kontrolle durch den Halter erfordert. Wenn er ausreichend Erziehung, Bewegung und soziale Interaktion bekommt, kann er ein zuverlässiger und ruhiger Familienhund sein.

Sind Bullmastiffs in Deutschland erlaubt?

Der Bullmastiff gehört in Deutschland nicht zu den offiziell als gefährlich eingestuften Hunderassen und unterliegt daher keinen generellen Einschränkungen. Allerdings können in einigen Bundesländern oder Gemeinden individuelle Vorschriften gelten, die bestimmte Auflagen für große Wachhunde vorsehen.

Dazu können Maulkorb- oder Leinenpflicht sowie ein Wesenstest gehören. Es ist ratsam, sich vor der Anschaffung beim zuständigen Ordnungsamt über lokale Regelungen zu informieren. Generell ist eine verantwortungsbewusste Haltung und Erziehung entscheidend, um Probleme zu vermeiden.