
Herkunft Eurasier
Es war das Jahr 1960 als Julius Wipfel und Charlotte Baldamus einen speziellen Familienhund züchten wollten. Sie kreuzten Wolfsspitzhündinnen mit Chow-Chow-Rüden. Zwölf Jahre später wurden sibirische Samojeden mit eingekreuzt, um die Rasse zu vervollständigen. Im Jahr 1973 wurde die Rasse als Eurasier von der FCI unter der Nr. 291 anerkannt.
Welche Krankheiten kommen bei der Hunderasse Eurasier häufiger vor?
Der Eurasier gilt als eine insgesamt gesunde und robuste Hunderasse, kann aber zu einigen rassetypischen Erkrankungen neigen. Eine häufige Erkrankung ist die Hypothyreose, eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Antriebslosigkeit, Fellproblemen und Gewichtszunahme führen kann. Zudem sind Eurasier anfällig für patellare Luxation, eine Erkrankung, bei der die Kniescheibe verrutscht und Lahmheit verursacht. Auch Hüftdysplasie (HD) kann vorkommen, eine Fehlbildung des Hüftgelenks, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen zur Folge haben kann. Manche Eurasier entwickeln Augenerkrankungen wie distichiasis (zusätzliche Wimpern, die das Auge reizen können) oder Katarakte. Eine gewissenhafte Zucht, regelmäßige Gesundheitskontrollen und eine angepasste Ernährung können helfen, das Risiko dieser Erkrankungen zu minimieren.
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 52 bis 60 cm und ein Gewicht von etwa 23 bis 32 kg. Die Hündin wird ca. 48 bis 56 cm groß und wird 18 bis 26 kg schwer.
Aussehen
Er hat ein spitzartiges Aussehen in den Fellfarben wolfsgrau, wolfsfarben, falben, rot, schwarz und schwarz mit Abzeichen. Das Fell besteht aus einem langen Deckhaar mit dichter Unterwolle. Wegen des Chow-Chow Anteils kann können die Rassehunde eine mehr oder weniger blaue Zunge haben.
Charakter & Wesen
Er ist wachsam ohne ein Kläffer zu sein, ist selbstbewusst, ruhig und ausgeglichen. Er ist ein sehr guter Familienhund, der gern die Familie um sich hat, ist ein guter Begleithund und braucht aber dennoch eine gute Erziehung.
Ist der Eurasier für Anfänger geeignet?
Diese Rasse kann für Anfänger geeignet sein, wenn diese sich intensiv mit seiner Erziehung und seinen Bedürfnissen auseinandersetzen. Er ist ausgeglichen, intelligent und menschenbezogen, jedoch auch sensibel und eigenständig, weshalb eine einfühlsame, aber konsequente Erziehung wichtig ist.
Aufgrund seiner ruhigen Art ist er nicht so anspruchsvoll wie andere Rassen, benötigt aber eine gute Sozialisierung und Geduld in der Erziehung. Harte Erziehungsmethoden oder inkonsequentes Verhalten verunsichern ihn und führen zu Problemen. Ein Anfänger sollte sich daher gut über die Rasse informieren und idealerweise eine Hundeschule besuchen. Mit der richtigen Führung kann ein Eurasier ein treuer und unkomplizierter Begleiter sein.
Wie viel Bewegung braucht ein Eurasier?
Der Eurasier benötigt moderate, aber regelmäßige Bewegung, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein. Tägliche Spaziergänge von insgesamt ein bis zwei Stunden sind in der Regel ausreichend, ergänzt durch Freilauf in einem sicheren Gebiet oder spielerische Aktivitäten. Er ist kein übermäßig sportlicher Hund, schätzt jedoch abwechslungsreiche Unternehmungen wie Wandern oder Nasenarbeit.
Hundesportarten wie Obedience oder Suchspiele eignen sich gut für ihn, während extreme Belastungen, wie intensives Agility, nicht ideal sind. Eine zu geringe Bewegung kann zu Langeweile und unerwünschtem Verhalten führen, während übermäßige Anstrengung vermieden werden sollte. Ein gut ausgelasteter Eurasier ist ausgeglichen und zufrieden.
Kann ein Eurasier alleine bleiben?
Der Eurasier ist ein sehr familienbezogener Hund, der ungern alleine bleibt. Er entwickelt eine starke Bindung zu seinen Menschen und kann bei zu langem Alleinsein Trennungsangst oder Stress entwickeln.
Das Alleinbleiben sollte daher früh und schrittweise trainiert werden, um ihn daran zu gewöhnen. Mit der richtigen Erziehung kann ein erwachsener Eurasier für einige Stunden allein bleiben, wenn er davor und danach ausreichend Aufmerksamkeit bekommt. Längere Zeiträume ohne soziale Interaktion sind für ihn jedoch nicht ideal. Für Berufstätige, die ihn regelmäßig lange allein lassen müssten, ist die Rasse daher weniger geeignet.
Eurasier Hunde Krankenversicherung
Hunde dieser Rasse haben ein im Vergleich zu anderen Hunderassen deutlich erhöhtes Risiko eine Hypothyreose oder Gelenkerkrankungen zu erleiden, die durch einen Tierarzt behandelt werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.