Erst mit dem Hund spazieren gehen und dann ins Fitness-Studio? Warum nicht Sport und Hund zusammenführen und in einer der vielen deutschen Hundesport Stätten zusammen aktiv werden.
Zugegeben, das gezielte definieren bestimmter (menschlicher) Muskelpartien wird dabei nur schwer möglich sein – aber so manche Hunde-Sport-Aktivität passt auch als Ausdauer und Fitness-Aktivität für Menschen und spart dann doch den einen oder anderen Besuch im Studio.
So wird Hundesport ist eine gute Möglichkeit, die körperliche und geistige Auslastung von Hunden zu fördern, die Bindung zwischen Mensch und Tier zu stärken und die eigene Fitness zu stärken
Vielfalt im Hundesport
Die Bandbreite des Hundesports ist groß und vielfältig. Zu den bekanntesten Disziplinen zählen:
- Agility: Ein Hindernisparcours, den der Hund möglichst fehlerfrei und schnell durchlaufen muss.
- Obedience: Gehorsamsübungen, bei denen die präzise Ausführung von Kommandos im Vordergrund steht.
- Canicross: Geländelauf, bei dem der Hund seinen Menschen zieht.
- Dogdancing: Eine Art Tanz, bei der Hund und Mensch gemeinsam Choreografien zu Musik aufführen.
- Flyball: Ein Staffellauf, bei dem der Hund über Hindernisse springt, einen Ball fängt und zurückbringt.
- Mantrailing: Die Suche nach einer bestimmten Person anhand ihres individuellen Geruchs.
- Zughundesport: Hierbei zieht der Hund einen Wagen oder im Winter einen Schlitten.
Wie oft sollte man Hundesport betreiben treiben?
Viel hilft viel? Nicht unbedingt, wie bei Menschen so auch bei Hunden: Die Häufigkeit des Hundesports hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Rasse, dem Alter, dem Gesundheitszustand und der individuellen Fitness des Hundes. Generell gilt:
- Junge Hunde und sehr aktive Rassen benötigen mehr Bewegung als ältere oder weniger aktive Hunde.
- Anfänger sollten langsam beginnen und die Intensität und Dauer des Trainings schrittweise steigern.
- Wichtig ist, auf die Signale des Hundes zu achten und Überanstrengung zu vermeiden.
Ist Spazierengehen für einen Hund ausreichend Bewegung?
Auch hier gibt es keine pauschale Antwort, wie ja oder nein. Prinzipiell gibt es Hunderassen die wenig Bewegung benötigen oder Hunde-Charaktere, die völlig zufrieden sind, wenn einfach dabei sein können. Bewegung hin oder her. Das sind aber eher Ausnahmen, wie sie bei älteren oder in der Gesundheit eingeschränkten Hunden vorkommen.
Für viele Hunderassen gilt unabhängig vom Alter: regelmäßige Spaziergänge sind wichtig, aber oft nicht ausreichend, um den Bewegungsdrang und die geistigen Bedürfnisse eines Hundes zu befriedigen. Hundesport bietet zusätzliche körperliche und geistige Herausforderungen, die zur Auslastung des Hundes beitragen.
Welche Hunderassen eignen sich nicht für Hundesport?
Nicht jede Hunderasse ist für jede Art von Hundesport geeignet. Einige Rassen, die aufgrund ihrer körperlichen Konstitution oder ihres Temperaments weniger für bestimmte Sportarten geeignet sein können, sind:
- Sehr schwere und große Rassen wie Bernhardiner oder Doggen können bei Sportarten mit hoher Belastung der Gelenke überfordert sein.
- Brachycephale Rassen (kurzköpfige Rassen) wie Bulldoggen oder Mops können aufgrund ihrer Atemprobleme bei anstrengenden Sportarten Schwierigkeiten haben.
- Hunde mit bestimmten gesundheitlichen Problemen wie Hüftdysplasie oder Arthrose sollten nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt am Hundesport teilnehmen.