
Herkunft Korea Jindo Dog
Man nimmt an, dass der Jindo sich aus einer Kreuzung von mongolischen und einheimischen koreanischen Hunden entwickelt hat, weil die Mongolen bei einer Invasion Koreas im 13. Jahrhundert auch ihre Hunde mitgebracht hatten.
Koreanische Soldaten haben sich auf die Insel Jindo zurückgezogen und dort konnte sich eine eigene Population entwickeln. Im Jahr 1938 ist der Jindo Dog zum Nationaltier erklärt und dessen Export ins Ausland verboten worden, weil unter Artenschutz steht. Japaner haben im 2. Weltkrieg den Jindo Dog nach Japan gebracht und durch verschiedene Züchtungen sind die japanischen Hunderassen Shiba Inu, Kishu und Hokkaido Ken entstanden. Er wird von der FCI unter der Nr. 334 als eigenständige Rasse anerkannt.
Von welchen Krankheiten ist der Korea Jindo Dog häufiger betroffen als andere Hunderassen?
Der Korea Jindo Dog gilt als eine robuste und widerstandsfähige Rasse, die durch ihre natürliche Selektion auf der Insel Jindo wenig genetische Erkrankungen entwickelt hat. Dennoch gibt es einige gesundheitliche Probleme, die bei dieser Rasse häufiger vorkommen können als bei anderen Hunden. Darunter sind zum Beispiel die folgenden Krankheiten:
- Hypothyreose
- Eine Unterfunktion der Schilddrüse, die zu Gewichtszunahme, Trägheit, Hautproblemen und Haarausfall führen kann.
- Die Krankheit ist medikamentös behandelbar, aber eine frühzeitige Diagnose ist wichtig.
- Allergien & Hautprobleme
- Jindo-Hunde neigen zu Hautallergien, die durch Umweltfaktoren oder Futterbestandteile ausgelöst werden können.
- Symptome sind Juckreiz, Rötungen oder Hautinfektionen, die oft durch eine angepasste Ernährung und Pflege kontrolliert werden können.
- Autoimmunerkrankungen
- Einige Jindos entwickeln autoimmune Störungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift.
- Dazu gehören Erkrankungen wie Pemphigus (eine Hautkrankheit) oder systemische Lupus erythematodes.
- Patellaluxation
- Eine Verschiebung der Kniescheibe, die Schmerzen oder Lahmheit verursachen kann.
- Besonders bei aktiven Hunden ist eine gesunde Bewegung und Gewichtskontrolle wichtig, um das Risiko zu minimieren.
- Degenerative Myelopathie (DM)
- Eine neurologische Erkrankung, die vor allem ältere Hunde betrifft und zu fortschreitender Lähmung führen kann.
- Es gibt keine Heilung, aber eine frühe Erkennung kann helfen, die Lebensqualität zu erhalten.
Größe
Der Rüde erreicht eine Größe von 55 cm und ein Gewicht von etwa 23 kg. Die Hündin wird 50 cm groß und hat ein Gewicht von ca. 19 kg.
Aussehen
Er hat ein mittellanges, raues Haar mit einer der Jahreszeit entsprechenden Unterwolle. Das Fell gibt es in den Farben gold-orange, weiß, rot, rot-weiß, schwarz und schwarz-braun. Er hat kleine, dreieckige Stehohren und die Rute wird eingerollt über dem Rücken getragen.
Korea Jindo Dog Charakter & Wesen
Er ist ein guter Fährtensucher mit einem hervorragenden Orientierungssinn. Er ist gelehrig, lässt sich gut erziehen und besitzt einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Er ist intelligent, selbstsicher und sehr zutraulich in seiner Familie und wird diese mit allen Mitteln verteidige und beschützen. Er hat einen starken Jagdtrieb, aber eine Abneigung gegen jede Art von Wasser.
Ist ein Korea Jindo Dog ein guter Familienhund?
Der Korea Jindo Dog kann ein guter Familienhund sein, wenn er von erfahrenen Haltern geführt wird. Er ist loyal, intelligent und sehr an seine Bezugspersonen gebunden, jedoch oft misstrauisch gegenüber Fremden. Seine starke Eigenständigkeit und sein Jagdtrieb erfordern eine konsequente Erziehung und viel Beschäftigung. Kleine Kinder sollten den Umgang mit ihm respektvoll lernen, da er nicht unbedingt verspielt oder geduldig wie typische Familienhunde ist. Mit der richtigen Sozialisierung und Erziehung kann er jedoch ein treuer Begleiter für aktive Familien sein.
Was bedeutet Jindo auf Koreanisch?
Der Name Jindo stammt von der koreanischen Insel Jindo, wo diese Hunderasse ursprünglich gezüchtet wurde. In Koreanisch (진돗개, Jindo-gae) bedeutet „개“ (Gae) einfach „Hund“, sodass der vollständige Name wörtlich „Jindo-Hund“ bedeutet. Die Rasse ist in Südkorea als Nationalhund anerkannt und bekannt für ihre Treue und Jagdfähigkeiten.
Korea Jindo Dog Krankenversicherung
Diese koreanische Hunderasse gilt als gesundheitlich robust. Aufgrund des kleinen Gen-Pools treten häufiger als bei anderen Rassen vererbte Krankheiten des Nervensystems auf, die ggf. durch intensive Behandlungen kuriert werden müssen.
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.