
Patellaluxation bei Hunden
Die Patellaluxation ist eine Erkrankung, bei der die Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Position in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens springt. Dies kann zu Schmerzen, Lahmheit und Arthrose führen. Die Erkrankung kann angeboren oder erworben sein und tritt häufiger bei kleinen Hunderassen auf. Der Schweregrad der Patellaluxation wird in vier Grade eingeteilt, von geringfügig bis schwerwiegend.
Patellaluxation Hund Symptome
Die Symptome einer Patellaluxation können je nach Schweregrad variieren. Hunde mit einer leichten Luxation zeigen möglicherweise nur gelegentliche Lahmheit oder ein „Hüpfen“ beim Laufen. Bei schweren Luxationen kann der Hund das betroffene Bein nicht mehr belasten und zeigt deutliche Schmerzen. In einigen Fällen kann die Kniescheibe dauerhaft verlagert sein.
Welche Behandlungsmöglichkeiten bietet eine Tierklinik für Hunde mit Patellaluxation?
Eine Patellaluxation (Verrenkung der Kniescheibe) ist eine häufige orthopädische Erkrankung bei Hunden, die von einer leichten Fehlstellung bis hin zu schweren Lahmheiten reichen kann. In einer Tierklinik gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung:
1. Konservative (nicht-chirurgische) Behandlung (bei milden Fällen, Grad I-II)
- Schmerz- und Entzündungshemmer (z. B. NSAIDs wie Carprofen oder Meloxicam) zur Linderung von Schmerzen.
- Physiotherapie und Muskelaufbau zur Stabilisierung des Knies und Stärkung der umgebenden Muskulatur.
- Gewichtskontrolle, um die Gelenke zu entlasten.
- Gelenkschutzpräparate (z. B. Glucosamin, Chondroitin, Omega-3-Fettsäuren) zur Unterstützung der Gelenkgesundheit.
2. Chirurgische Behandlung (bei schweren Fällen, Grad III-IV oder bei starkem Leidensdruck)
Wenn die Kniescheibe dauerhaft aus der Führung rutscht oder der Hund starke Beschwerden hat, ist eine Operation notwendig. In einer Tierklinik werden verschiedene chirurgische Verfahren angewendet:
- Vertiefung der Gleitrinne (Trochleoplastik): Die Kniescheibenrinne wird operativ vertieft, damit die Kniescheibe stabiler sitzt.
- Versetzung der Schienbeinleiste (Tibial Tuberosity Transposition, TTT): Die Sehnenansatzstelle wird versetzt, um die Kniescheibe in der richtigen Position zu halten.
- Kapselstraffung (Faszioplastik oder Retinaculum-Naht): Die Gelenkkapsel wird gestrafft, um das Herausrutschen der Patella zu verhindern.
3. Nachsorge und Rehabilitation
- Physiotherapie und kontrollierte Bewegung, um die Muskulatur aufzubauen und die Heilung zu fördern.
- Eingeschränkte Aktivität für mehrere Wochen, um das operierte Gelenk nicht zu überlasten.
- Regelmäßige Nachkontrollen in der Tierklinik, um den Heilungsverlauf zu überwachen.
Die Prognose ist bei einer frühzeitigen Behandlung gut, besonders wenn der Hund operiert wird, bevor es zu Folgeschäden im Gelenk kommt.
Patellaluxation Hund Übungen
Physiotherapie kann bei Hunden mit Patellaluxation helfen, die Muskeln zu stärken und die Beweglichkeit des Knies zu verbessern. Übungen wie passive Bewegungen, Massagen und gezielte Muskelaufbauübungen können vom Tierarzt oder einem Physiotherapeuten empfohlen werden. Es ist wichtig, die Übungen regelmäßig und korrekt durchzuführen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Was hilft gegen Patellaluxation beim Hund?
Die Behandlung der Patellaluxation hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. In milden Fällen können konservative Maßnahmen wie Gewichtsmanagement, Physiotherapie und entzündungshemmende Medikamente helfen. Bei schweren Luxationen ist in der Regel eine Operation erforderlich, um die Kniescheibe zu stabilisieren. Die Wahl der Behandlung sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen.
Hunde Krankenversicherung
Eine Hunde-Krankenversicherung kann helfen, unerwartete Tierarztkosten zu decken. Sie übernimmt je nach Tarif Behandlungen, Operationen und Medikamente.
Welche Hunderassen sind besonders häufig von Patellaluxation betroffen?
Patellaluxation (die Verrenkung der Kniescheibe) betrifft vor allem kleine und mittelgroße Hunderassen. Besonders häufig tritt sie bei folgenden Rassen auf:
Kleine Hunderassen (am häufigsten betroffen):
- Chihuahua
- Yorkshire Terrier
- Zwergspitz (Pomeranian)
- Bolonka Zwetna
- Malteser
- Zwergpudel
- Toypudel
- Französische Bulldogge
- Shih Tzu
- Papillon
- Japan Chin
Mittelgroße Hunderassen:
Große Hunderassen (seltener, aber möglich):
Die Erkrankung tritt oft erblich bedingt auf und ist bei manchen Rassen aufgrund der Zucht auf kleine Körper mit relativ geraden Hinterbeinen besonders häufig. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung (z. B. Physiotherapie oder in schweren Fällen eine Operation) können helfen, spätere Probleme zu vermeiden.