Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
- Australian Cattle Dog
- Australian Kelpie
- Australian Shepherd
- Australian Stumpy Tail Cattle Dog
- Bearded Collie
- Beauceron
- Belgischer Schäferhund
- Bergamasker Hirtenhund
- Berger Blanc Suisse
- Berger de Picardie
- Berger des Pyrénées à face rase
- Berger des Pyrénées à poil long
- Bobtail
- Böhmischer Schäferhund
- Border Collie
- Bouvier des Ardennes
- Bouvier des Flandres
- Briard
- Ca de Bestiar
- Cão da Serra de Aires
- Ciobănesc Românesc Carpatin
- Ciobănesc Românesc Mioritic
- Deutscher Schäferhund
- Gos d’Atura Català
- Hollandse Herdershond
- Hrvatski ovčar
- Komondor
- Kurzhaarcollie
- Kuvasz
- Lancashire Heeler
- Langhaarcollie
- Maremmaner Hirtenhund Schäferhund
- Miniatur Amerikanischer Schäferhund
- Mudi
- Polski Owczarek Nizinny
- Polski Owczarek Podhalanski
- Puli
- Pumi
- Saarlooswolfhund
- Schapendoes
- Schipperke
- Shetland Sheepdog
- Slovenský čuvač
- Südrussischer Owtscharka
- Tschechoslowakischer Wolfhund
- Welsh Corgi Cardigan
- Welsh Corgi Pembroke
Hütehunde – Hunderassen FCI Gruppe 1
Hütehunde wurden ursprünglich von Hirten verwendet, um Nutztiere zu betreuen und zu lenken. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Herde zusammenzuhalten und ihre Bewegungen zu steuern, wobei sie verschiedene Techniken anwenden, ohne den Tieren Schaden zuzufügen. Aufgrund dieser speziellen Aufgabe wurden bestimmte Hunde gezielt gezüchtet, was zur Entstehung von Rassen führte, die als Hütehunde bekannt sind. Eine besondere Gruppe unter diesen Hunden sind die Koppelgebrauchshunde, wie beispielsweise Bearded Collies, Border Collies oder Australian Shepherds. Diese Hunde haben die Aufgabe, die Herde von einer Weide zur anderen zu treiben, einzelne Tiere abzutrennen oder die Herde in einen Pferch zu treiben.
Treibhunde
Die Bezeichnung Treibhunde beschreibt Hunde, die speziell dafür gezüchtet und trainiert wurden, Vieh wie Rinder, Schafe oder Ziegen zu treiben und zu eskortieren. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Tiere von einem Ort zum anderen zu bewegen, sie zusammenzuhalten und gegebenenfalls ausgebrochene Tiere zurück zur Herde zu bringen. Dabei arbeiten sie strategisch und mit hoher Aufmerksamkeit.
Eigenschaften und Arbeitsweise der Hunderassen
- Durchsetzungsvermögen: Treibhunde sind kräftig, mutig und wehrhaft. Sie können Druck ausüben, ohne selbst übermäßig gestresst zu werden, und sind in der Lage, Tritten und Hornstößen der Tiere auszuweichen.
- Techniken: Einige Rassen nutzen gezielte Bisse in die Fesseln (wie den sogenannten „Hackenbiss“), um Tiere zu bewegen. Dieser Biss ist ungefährlich und schmerzfrei für das Vieh.
- Territorialtrieb: Im Gegensatz zu Hütehunden basiert ihr Verhalten nicht auf dem Jagdtrieb, sondern auf einem ausgeprägten Territorialtrieb.
Treibhunde vs. Hütehunden – das ist der Unterschied
Treibhunde treiben die Tiere aktiv von hinten oder seitlich vorwärts, während Hütehunde die Herde eher umkreisen und als lebendiger Zaun fungieren. Treibhunde haben zudem einen stärkeren Schutz- und Territorialtrieb.
Historische Nutzung
Früher wurden größere Hunde wie Rottweiler oder Riesenschnauzer als Treibhunde eingesetzt. Heute sind kleinere bis mittelgroße Rassen wie der Australian Cattle Dog oder der Harzer Fuchs verbreitet.
Einsatzgebiete
Neben der Arbeit mit Vieh wurden bestimmte Jagdhunderassen ebenfalls als Treibhunde bezeichnet, da sie bei Treibjagden Wild in Richtung der Jäger trieben. Diese Nutzung ist jedoch historisch bedingt und unterscheidet sich von der Hauptaufgabe heutiger Treibhunde.